Filialleiter greift bei Burger King in die Kasse

Öhringen - Bei Burger King will niemand etwas sagen. Nur hinter vorgehaltener Hand erfährt man, was sich seit Sommer 2008 in der Öhringer Filiale der Schnellimbiss-Kette zugetragen hat. Immer wieder soll der 37-jährige Restaurantleiter kleinere Geldbeträge abgezweigt haben. Am Ende summierte sich der Fehlbetrag auf 4500 Euro. Als der Bezirksleiter Mitte Dezember die Kassenbelege kontrollierte, flog alles auf. Noch am selben Tag erhielt der Restaurantleiter die fristlose Kündigung.

Von Hagen Stegmüller

Öhringen - Bei Burger King will niemand etwas sagen. Nur hinter vorgehaltener Hand erfährt man, was sich seit Sommer 2008 in der Öhringer Filiale der Schnellimbiss-Kette zugetragen hat. Immer wieder soll der 37-jährige Restaurantleiter kleinere Geldbeträge abgezweigt haben. Am Ende summierte sich der Fehlbetrag auf 4500 Euro. Als der Bezirksleiter Mitte Dezember die Kassenbelege kontrollierte, flog alles auf. Noch am selben Tag erhielt der Restaurantleiter die fristlose Kündigung.

An der Schuld des 37-Jährigen besteht wohl kein Zweifel. Bei der Polizei stellte das Unternehmen Strafanzeige wegen Untreue, wenige Tage später stand der Vater des 37-Jährigen vor der Tür. Er brachte 4500 Euro mit, genau den Betrag, den sein Sohn unterschlagen haben soll. Nach Angaben von Polizeisprecher Jürgen Baierl hat Burger King daraufhin versucht, die Anzeige wieder zurückziehen. „Dazu ist es jetzt zu spät“, sagt Baierl. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun von Amts wegen.

Kunden merkten nichts

Burger King würde den Vorfall am liebsten schnell wieder vergessen. „Man hat uns angewiesen, nichts zu sagen“, erzählt ein Mitarbeiter der Öhringer Filiale. Die Kunden hätten bislang nichts mitbekommen. Derweil seien leitende Mitarbeiter aus allen Burger-King-Filialen des Bezirks zu einem Treffen beordert worden. Dort sei erläutert worden, wie man solche Diebstähle in den eigenen Reihen künftig weitgehend ausschließen könne. Ohnehin sei der Fall des 37-Jährigen „die absolute Ausnahme“.

Einen so schwerwiegende Vertrauensbruch einer Führungsperson habe es im Burger-King-Bezirk noch nicht gegeben, meint der Mitarbeiter. „Das Ganze hat intern hohe Wellen geschlagen“, sagt der Angestellte.

Das Öhringer Burger-King-Restaurant will jetzt nach vorne schauen. Die Umsätze seien höher als noch vor einem Jahr, als die Filiale eröffnete. „Eigentlich läuft es richtig gut“, sagt der Mitarbeiter.


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