Öhringer Hobbyfotografen stellen ihre Bilder im Rathaus aus

Öhringen  Die Öhringer Hobbyfotografen zeigen bis Mitte Februar ihre Ausstellung "Tier und Natur" im Rathaus. Mario Barth ist Initiator und Ansprechpartner einer Stammtischgruppe, die das Fotografieren als Leidenschaft verbindet.

Von Regina Koppenhöfer
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Ob der geheimnisvolle Blick aus grünen Augen der Hauskatze oder farbenfrohe Insekten in der Natur − die Öhringer Hobbyfotografen zeigen zumindest bis Mitte Februar, wenn nicht noch länger, ihre Fotos im Öhringer Rathaus. Fotos: Regina Koppenhöfer

Fotos: privat

Hier präsentiert sich Hauskatze Baggi, wie sie schläfrig in die Kamera blickt, da erwartet den Betrachter ein stimmungsvoller Sonnenuntergang, aufgenommen nahe Waldenburg. An anderer Stelle beeindruckt den Ausstellungsbesucher ein wundervoll gelungenes Stillleben von einer Handvoll Haselnüsse.

70 Fotografien werden gezeigt

Wer dieser Tage ins Öhringer Rathaus geht, sollte sich unbedingt Zeit nehmen für die Ausstellung, die derzeit dort gezeigt wird. Kaum registriert - aufgrund der Corona-Pandemie und des Lockdowns darf es keine Vernissage geben und auch der Publikumsverkehr im Rathaus ist eingeschränkt, nur mit einem vorab vereinbarten Termin kann man die Ämter besuchen - stellen die Öhringer Hobbyfotografen seit dem Wochenende rund 70 Fotografien aus. "Tier und Natur" haben die 17 Frauen und Männer ihre erste gemeinsame Ausstellung übertitelt.

Alle zwei Monate ein Treffen

Seit dem Sommer 2017 gibt es die Öhringer Hobbyfotografen. Als Stammtischgruppe treffen sich die Frauen und Männer im Alter von 20 bis etwa 70 Jahren alle zwei Monate. Man setzt sich zusammen, um sich bei anderen Tipps zu holen oder um Ratschläge zu geben. Es wird gefachsimpelt über die Fotos, die im Laufe der Zeit entstanden sind, oder über Motive, die man sich noch vorgenommen hat.

Im perfekten Moment abgedrückt

Mario Barth gelang es den Moment auf Papier zu bannen, als ein Schwanenbaby sich im Gefieder der Mutter wärmte.

Initiator der Stammtischrunde ist Mario Barth. Vor einigen Jahren hat Barth die Hobbyfotografie für sich entdeckt. Schon bald verspürte der Öhringer den Wunsch, sich mit Gleichgesinnten über das gemeinsame Hobby auszutauschen. Barth rief eine Facebook-Gruppe ins Leben. Im August 2017 dann traf man sich zum ersten Mal zu einem Stammtisch in Bitzfeld.

Gemeinsam durch die Natur streifen

Ein bunt gemischtes Völkchen kommt seither alle zwei Monate zusammen: Von der Schülerin über den Lkw-Fahrer, Lehrer oder auch Kfz-Mechaniker bis hin zum Rentner treffen sich. Barth berichtet, dass man nicht nur an den Stammtischabenden zusammen komme. Gemeinsam streife man in kleinen oder größeren Gruppen auch gern mal durch die Natur."Es hat auch schon gegeben, dass einer abends anrief und gefragt hat, ob man am nächsten Morgen nicht gemeinsam ins Allgäu fahren wolle." Gesagt, getan, erinnert Mario Barth sich. Zu dritt sei man am darauffolgenden Tag um 6 Uhr ins Auto gestiegen und habe abends zahlreiche Aufnahmen von Kühen, Bergen und auch einer Burgruine aus dem Allgäu nach Hohenlohe mit heimgebracht. "Wir versuchen einfach alles so gut wie möglich einzufangen", erklärt Barth.

Gespür für den richtigen Moment

Im perfekten Moment abgedrückt
Für solche Aufnahmen braucht man ein Gespür für den richtigen Moment.

Das zeigt sich auch beim Betrachten der vielen Bilder im Rathaus, die die Fotografen wohl mit offensichtlichem Gespür für den richtigen Moment gemacht haben. Dabei entstanden sind Fotos, bei denen im perfekten Augenblick auf den Kameraauslöser gedrückt wurde. So etwa auch jenes, auf dem ein Mäuschen hinter einem Ast hervorlugt und direkt in die Kamera schaut.

Gefallen werden den Ausstellungsbesuchern aber auch Aufnahmen eines blutroten Abendhimmels, von zarten Apfelblüten, bunt gefärbten Weinbergen, einer Sonnenblume, die unter einer glitzernden Schneehaube das welke Köpfchen hängen lässt, oder auch von einem Schwanenbaby, das sich im Gefieder seiner Mama wärmt.

Beim Gang mit Mario Barth durch die Ausstellung ist ihm seine Leidenschaft für die Fotografie anzumerken. Nach dem Betrachten der Bilder verrät der 48-Jährige seine Intention fürs Fotografieren: "Im Durchschnitt machen wir 20 000 bis 30 000 Fotos im Jahr. Man geht dabei mit offenen Augen durch die Natur. Das Fotografieren entspannt einen und es bringt auch wieder Gleichgewicht ins eigene Leben."

Die nächste Ausstellung ist schon in Planung

Die Ausstellung "Tier und Natur" im Öhringer Rathaus läuft bis Mitte Februar, eventuell wird sie auch noch verlängert. Die Öhringer Hobbyfotografen sind eine Stammtischrunde, die sich seit August 2017 trifft. 17 Frauen und Männer gehören ihr an. Es sind: Adi Pany, Claudia Vandersee, Daniel Böttcher, Gina Barth, Gülay Sween, Hans Wiederoder, Heike Dingler, Konstantin Schlör, Klaus Orend, Marco Dittrich, Mario Barth, Melanie Böttcher, Michael Lippold, Petra Schiemann, Sonja Graulich, Steven Schiemann, Suse Rossler. Initiator und Ansprechpartner der Runde ist Mario Barth.

An den Stammtischabenden, die sechsmal im Jahr stattfinden, kann man sich Ratschläge holen, Tipps geben oder auch gemeinsame Touren verabreden. Die nächste Ausstellung der Gruppe im Öhringer Rathaus ist für Juni 2022 geplant. Voraussichtlich findet das nächste Treffen der Hobbyfotografen am 5. Februar in Bitzfeld statt. Mehr Infos und Kontakt zu den Hobbyfotografen gibt es im Internet über deren Facebook-Gruppe.


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