Kleine Literaturtage nach dem Erfolg vom letzten Jahr

Öhringen  Nachdem anfangs unklar war, ob es wegen Corona Lesekreise geben kann, geht "Öhringen liest ein Buch" in die nächste Runde. Die Berliner Autorin kommt zum Austausch zu zwei Terminen im Juli nach Öhringen.

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Susann Pásztor kommt Ende des Monats für zwei Veranstaltungen nach Öhringen − in die Stadt, die ihr Buch liest.

Foto: prviat

Eine ganze Stadt liest dasselbe Buch und tauscht sich darüber aus. Zu den Baden-Württembergischen Literaturtagen im letzten Herbst wurde die Aktion "Öhringen liest ein Buch" sehr erfolgreich gestartet. So nimmt es kein Wunder, dass auch schon bald, nachdem bekannt war, welches Buch diesen Sommer gelesen wird, über 300 Exemplare verkauft waren und die in der Stadtbücherei verfügbaren Exemplare häufig verliehen sind.

Es ist das Buch "Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster" von Susann Pásztor. Und nachdem anfangs unklar war, ob es wegen Corona Lesekreise geben kann, freut sich das Team um Ingrid Sterzer, bei der Stadt Öhringen zuständig für die Veranstaltungen, um so mehr, dass es nun Termine für lockeren Austausch gibt. Die Autorin kommt auch für zwei Treffen von Berlin nach Öhringen. Und zwar am 23. und 24. Juli.

Zuvor aber beginnen die Lesekreise. An drei Terminen gibt es in offenen Lesekreisen die Gelegenheit, über das Buch zu sprechen. Los geht es am Mittwoch, 15. Juli, um 19.30 Uhr mit dem Team der Hohenlohe"schen Buchhandlung Rau. Am Samstag, 18. Juli, ab 11 Uhr gibt es einen Lesekreis mit der Bücherwelt Heyer. Am Montag, 20. Juli, analysiert Angelika Pannen-Burchartz, systemische Therapeutin aus Öhringen, ab 19.30 Uhr gemeinsam mit den Lesern die Familienaufstellung und die Beziehungen der Protagonisten des Romans und beleuchtet die Lektüre von einer ganz spannenden Seite.

Jeder kann mitdiskutieren

Für alle Lesekreis-Termine gilt: Jede und jeder kann teilnehmen, der das Buch schon gelesen hat oder sich zur Lektüre inspirieren lassen möchte. Aktiv mitdiskutieren oder einfach nur zuhören, alles ist möglich.

Am Donnerstag, 23. Juli, kommt Susann Pásztor nach Öhringen und liest ab 19.30 Uhr bei der Tanzlinde aus ihrem Buch, berichtet über die Entstehung des Romans und erzählt von ihrer Verbundenheit mit dem Thema Sterbebegleitung.

Mitarbeiter vom Hospiz

Bei einer lockeren Diskussionsrunde kommen Mitarbeiter aus dem ökumenischen Hospizdienst Öhringen dann mit der Autorin ins Gespräch. Und zwar am Freitag, 24. Juli, ab 10 Uhr. Susann Pásztor berichtet dabei von ihren eigenen Erfahrungen als Sterbebegleiterin.

Denn darum geht es in dem gar nicht traurigen Buch: Wie begegnet man einer Frau, die höchstens noch ein halbes Jahr zu leben hat? Fred glaubt es zu wissen. Susann Pásztor erzählt in ihrem dritten Roman eine berührende Geschichte über die Schönheit des Lebens und die erstaunliche Entwicklung einer Vater-Sohn-Beziehung.

Veranstaltungen

Alle Termine finden unter der Tanzlinde auf der Allmand statt, mit Ausnahme des Lesekreises mit der Bücherwelt Heyer im Ratssaal der Stadtbücherei. Alternative Räume bei schlechtem Wetter können der Homepage entnommen werden. Der Eintritt ist frei. Der Einlass beginnt jeweils 30 Minuten vor den Veranstaltungen. Es ist keine Anmeldung erforderlich, wird aber empfohlen.


Yvonne Tscherwitschke

Yvonne Tscherwitschke

stv. Redaktionsleiterin Hohenloher Zeitung

Yvonne Tscherwitschke ist seit 1994 bei der Heilbronner Stimme. Als gebürtige Hohenloherin weiß sie, welche Geschichten die Hohenloher interessieren.

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