Kupferzeller Kärwe fällt wegen Corona aus

Kupferzell  Bereits jetzt ist klar: Das Risiko, Anfang Oktober im ehemaligen Corona-Hotspot Kupferzell ein Volksfest zu feiern, ist zu groß. Mit großer Mehrheit beschlossen die Gemeinderäte daher nun schweren Herzens die Absage der Kärwe.

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Sie ist einer der Höhepunkte im örtlichen Gemeindeleben. Nun jedoch hat die Pandemie - und speziell die spezifische Corona-Situation in Kupferzell - auch das alljährliche Kirchweih-Fest dahingerafft, das eigentlich vom 3. bis zum 5. Oktober mit dem Krämermarkt um den Marktplatz herum sowie in der Unteren Vorstadt hätte stattfinden sollen.

Primat der Sicherheit

Das haben die Gemeinderäte bei nur einer Enthaltung mit großer Mehrheit in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Einhelliger Tenor: "Die Sicherheit und Gesundheit der Festbesucher, aller Helfer und letztendlich von uns allen standen und stehen an erster Stelle", wie es Kupferzells Bürgermeister Christoph Spieles formuliert.

Daher nun die Entscheidung im ehemaligen Corona-Hotspot. Dass sie zu diesem Zeitpunkt bereits fällt, ist notwendig: Denn spätestens Ende Mai hätten die konkreten Vorbereitungen starten müssen, und bereits jetzt lagen erste Anmeldungen von Schaustellern vor.

Verwaltung prüft sicherere Alternativen

"Eine mögliche Ansteckungswelle, beziehungsweise ein Infektionsherd, ausgehend von einem solchen Fest, wäre für die Gemeinde Kupferzell fatal", bezieht Spieles klar Position. Die Verwaltung prüft nun jedoch - auch im Interesse der örtlichen Vereine -, ob gegebenenfalls im Herbst noch ein "kleineres" Fest stattfinden könnte, sofern es die Corona-Situation dann zulässt.


Christian Nick

Christian Nick

Autor

Christian Nick ist seit 2018 Redakteur bei der Hohenloher Zeitung. Schwerpunktmäßig betreut er die Kommunen Kupferzell und Waldenburg - schreibt aber auch (über) alles andere gerne.

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