Hilfe in Krisen: Kupferzeller veröffentlicht sein drittes Buch

Kupferzell  Alexander Kufner ist Hochschuldozent, Unternehmer, Redner - und auch Autor: Gerade erblickt sein drittes schriftstellerisches Baby das Licht der Welt: ein Buch über den Umgang mit Niederlagen und negativen Erlebnissen.

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Sein jüngstes Baby kann er noch nicht zeigen, da es gerade erst das Licht der Welt erblickt: Alexander Kufner mit seinem ersten Buch "Stressfreies Lernen".

Foto: privat

Der Titel könnte nicht besser in die Zeit passen: "Aufstehen lohnt sich!" heißt das neue Buch des jungen Kupferzellers. Doch als Alexander Kufner, gerade frische 30 Jahre alt geworden, mit den ersten Arbeiten an seinem jüngsten Werk begonnen hat, war von Corona noch bei Weitem nicht die Rede: "Ein paar Jahre" ist er an dem Buch gesessen, erzählt Kufner lachend. Wie viele Seiten es wohl haben wird, weiß er noch nicht: "Es ist gerade im Grafik-Büro. Ich denke, es werden dann etwa 200 Druckseiten sein."

Hansdampf in allen Gassen

Am 5. Mai wird sein drittes Buch dann erscheinen. Dass Kufner bis dahin länger gebraucht hat, liegt indes nicht an seinem Arbeitstempo - der Kupferzeller ist vielbeschäftigt, kommt immer nur partiell zum Schreiben. Sein Buch, das Kufner im eigenen Verlag herausbringen wird, den er nicht ohne Selbstironie "Aasgeier-Verlag" getauft hat, beschäftigt sich mit dem, was Psychologen Resilienz nennen: Wie kann man mit negativen Ereignissen, traumatischen Erlebnissen, Rückschlagen und Niederlagen fertig werden - und warum gelingt das manchen Menschen scheinbar leicht, während andere schier daran verzweifeln?

Aller guten Dinge sind (vorerst) drei

"Wie können Menschen agil sein, sich an Situationen bestmöglich anpassen - und dann das Beste daraus machen", bringt Kufner die Stoßrichtung auf den Punkt. "Ich habe Strategien gesammelt, die mir geholfen haben, die anderen geholfen haben und die auch in der Psychologie als wertvoll gelten." Eigentlich sollte das Ganze dereinst mal ein Witze-Buch sein - im Lauf des kreativen Prozesses wurden dann doch zwei Werke daraus: Seit 2019 ist "Worüber Aasgeier lachen können" auf dem Markt.

Sein Debüt als Autor hat Kufner 2016 mit "Stressfreies Lernen" gesetzt - und auch hier wie bei seinem neuen Produkt tief im eigenen Erfahrungsschatz geschürft: Denn Kufner, der 2018 die EM-Qualifikation in der Disziplin "Humorvolle Rede" nach Kupferzell geholt hatte, will nicht nur als "Speaker" wissen, worüber er redet: Sofort fallen ihm auf Nachfrage persönliche Tiefs ein, die er autobiografisch in das Werk eingebracht hat: der berufliche Fehlschlag, der körperliche Burnout nach der Kandidatur als Oberbürgermeister in Crailsheim, der Motorradunfall. Und so scheint auch diesmal das Schreiben ein wenig Selbsttherapie gewesen zu sein.

Konkrete Tipps - auch aus eigener Erfahrung

Kufner hat Hummeln im verlängerten Rückgrat, braucht den munteren Tanz auf den vielen Hochzeiten: An der Hochschule Heilbronn unterrichtet er unter anderem Marketing und Wirtschaftspsychologie, ist Inhaber und Geschäftsführer gleich mehrerer Firmen, hält Vorträge, schreibt Reden und eben auch Bücher - und schaut nebenbei denn auch gerne noch regelmäßig bei den örtlichen Gemeinderatssitzungen vorbei.

Was er und sein neues Werk Menschen in Krisen raten? "Gefühle wahrnehmen, zulassen und vielleicht auch aufschreiben" sei der erste Schritt. Dann die Außenperspektive einnehmen, "Konzentration auf das, was alles noch möglich ist" und Dankbarkeit dafür, Prioritäten setzen und dranbleiben. Und: "Sich mit ermutigenden und lebensbejahenden Menschen vernetzen."


Christian Nick

Christian Nick

Autor

Christian Nick ist Redakteur bei der Heilbronner Stimme/Hohenloher Zeitung. Schwerpunktmäßig betreut er die Kommunen Kupferzell, Neuenstein und Waldenburg – schreibt aber auch über alles andere gerne.

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