Wirtschaftsstammtisch bei der EnBW: Von Strom und vielen anderen Dingen mehr

Öhringen  Der 51. Wirtschaftsstammtisch in Öhringen macht deutlich: die EnBW schafft Infrastruktur.

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Wirtschaftsstammtisch bei der EnBW: Von Strom und vielen anderen Dingen mehr

Eine Eigen-Entwicklung ist der Brand-Container, in dem Feuerwehrleute üben.

Was ist los, wenn Rechtsanwälte, Einzelhändler, Physiotherapeuten, Automechaniker und -verkäufer und Bauunternehmer in Scharen zur EnBW laufen? Es ist Wirtschaftsstammtisch. Der 51., um genau zu sein. Eingeladen hat die Stadt Öhringen, damit die Teilnehmer sehen können, was hinter der Glasfassade der EnBW in Öhringen passiert. Und das ist jede Menge.

Städtische Aufgaben

Doch ehe Michael Gutjahr, Leiter des EnBW-Regionalzentrums Nordbaden aus den vielen verschiedenen Geschäftsbereichen des Unternehmens berichtet, gibt Öhringens OB Thilo Michler einen Abriss der gerade anstehenden Aufgaben. Dazu gehören neben dem Neubau eines Kindergartens und einer Grundschule im Limespark die Suche nach Gewerbeflächen. Auch die Sanierung vom HGÖ stellt mit rund 45 Millionen Euro einen enormen Kraftakt dar. Außerdem stellen sich Handels- und Gewerbeverein und Stadtmarketing neu auf. Davon berichtet Leona Weber.

Sponsoring von Veranstaltungen

Wirtschaftsstammtisch bei der EnBW: Von Strom und vielen anderen Dingen mehr

Regionalleiter Michael Gutjahr stellt das Unternehmen und seine Ziele vor. Dabei wird noch vor der Betriebsführung deutlich: Die EnBW macht weit mehr als nur Strom.

Fotos: Yvonne Tscherwitschke

Und sie stellt Neuerungen beim Sponsoring der großen Veranstaltungen vor. So soll künftig nicht vor jeder Veranstaltung ein Bettelbriefchen geschrieben werden.

Stattdessen gibt es für 2020 eine Abfrage mit den förderfähigen Veranstaltungen. Dabei ist nicht nur Geld willkommen, sondern auch Deko- und Programmangebote. Das kommende Jahr ist für die EnBW ein besonderes, erklärt Michael Gutjahr. Dann ist der Konzern 110 Jahre in Öhringen. Am 24. Januar 1910 hätten sich 42 Kommunen der Region zusammengeschlossen, um die Region zu elektrifizieren. 127 seien es schon kurze Zeit später gewesen.

Infrastruktur schaffen

200 Mitarbeiter sind am Standort Öhringen beschäftigt. Und zwar in den unterschiedlichsten Bereichen. "Wir sind vom Energieversorger zum Infrastrukturunternehmen geworden", sagt Gutjahr. So macht die EnBW Klimaschutzkonzepte für Kommunen, ist Experte für Mobilität, schafft Infrastruktur mit Breitband, Gas, Wasser und Beleuchtung und hilft den Städten und Gemeinden, Kommune der Zukunft zu werden, indem sie beispielsweise IT-Berater zur Verfügung stellt.

Überhaupt sucht die EnBW wieder den Schulterschluss mit den Kommunen. Nachdem die Gemeinden ihre EVS-Aktienpakete versilberten, gibt es nun wieder die Möglichkeit, in zwei Tranchen ( Juli 2020 und 2021) Aktien zu erwerben. "Spannend", urteilt nicht nur Jürgen Simon nach den Führungen.

 

Yvonne Tschwerwitschke

Yvonne Tscherwitschke

Autorin

Yvonne Tscherwitschke ist seit 1994 bei der Heilbronner Stimme. Als gebürtige Hohenloherin weiß sie, welche Geschichten die Hohenloher interessieren.

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