Wenn lauter Helden des Ehrenamts zusammenkommen

Pfedelbach  Hohenloher Blaulichtorganisationen treffen sich beim Neujahrsempfang der THW-Ortsverbände Künzelsau, Pfedelbach und Schwäbisch Hall

Von Regina Koppenhöfer
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Zahlreiche Vertreter der Blaulichtorganisationen waren zum Neujahrsempfang des THW nach Pfedelbach gekommen

Foto: Regina Koppenhöfer

Wohin das Auge auch reicht, erblickt man am in der Pfedelbacher Brunnenfeldstraße Uniformierte: Vertreter von Feuerwehr, Polizei, DLRG, ASB, vom Schwäbisch Haller Kriseninterventionsteam und vor allem vom Technischen Hilfswerk (THW) sind gekommen. Es ist kein Notfall, der die Frauen und Männer hierher führt. Alle sind der Einladung der THW Ortsverbände Künzelsau, Pfedelbach und Schwäbisch Hall zum Neujahrsempfang gefolgt. Gastgeber sind die Pfedelbacher.

"Die Politik hat begriffen, dass wir Geld brauchen"

Gunnar Kreidl, THW-Ortsbeauftragter für Pfedelbach, hieß die gut 50 Gäste willkommen. Er informierte auch über eine "Neuausrichtung" der Einsatzorganisation des THW. Habe früher vor allem das Bergungsgeschäft die Arbeit der Helfer geprägt, so Kreidl, werde das Technische Hilfswerk bei seinen Einsätzen künftig mehr "kritische Infrastrukturen" im Blick haben müssen, sprich in Sachen Notversorgung und Notinstandsetzung aktiv sein. Die Stromversorgung, Internet, Kommunikation und die Wasserversorgung waren hier einige Stichworte. Eine Fachgruppe Infrastruktur wird im Pfedelbacher Ortsverband aufgebaut. Etwa ein Dutzend Frauen und Männer werden geschult.

Erfreut zeigte sich Kreidl darüber, dass von öffentlicher Hand mehr ins THW investiert wurde. Die Zahl der hauptamtlichen Mitarbeiter konnte so bundesweit auf bald 2000 anwachsen. Gelder flossen in Nachwuchsförderung oder Trainings. Gunnar Kreidl: "Die Politik hat begriffen, dass Zivil- und Katastrophenschutz Geld braucht." Zufrieden zeigte Kreidl sich auch darüber, dass absehbar alle 668 THW-Ortsverbände in Deutschland mit einem Notstromaggregat ausgestattet sein werden - einem Aggregat mit so großer Leistung, dass es im Notfall auch ein ganzes Krankenhaus mit Energie versorgen könnte. Inmitten einer Fotoausstellung, mit der die Ortsverbände über ihre Arbeit informierten, fand der Empfang statt.

Schaulaufen der Grußwort-Übermittler

In die lange Reihe der Grußredner stellten sich CDU-Landtagsmitglied Arnulf Freiherr von Eyb, Michael Schenk, der die Grüße der FDP-Kreistagsmitglieder von Schwäbisch Hall sowie von MdL Stephen Brauer überbrachte, Kreisbrandmeister Torsten Rönisch, Jens Olaf Sandmann vom THW-Landesverband, Erster Polizeihauptkommissar Karl-Heinz Pröger und Patrick Braun, Leiter der Kreisbereitschaft des DRK Künzelsau-Gaisbach. Allen voran wandte sich Pfedelbachs Bürgermeister Torsten Kunkel mit seinen Grüßen an die Vertreter der Hilfsorganisationen.

Der Rathauschef sprach, ebenso wie die anderen Redner, seinen Dank für das unermüdliche Engagement der Helfer aus. "Ehrenamt ist das Kit, das unsere Gesellschaft zusammenhält", sagte er, um zu ergänzen: "Die Zusammenarbeit, die ich hier erleben darf, ist vorbildlich." Kurz kam Kunkel auch auf den geplanten Neubau des Pfedelbacher THW zu sprechen. Auf diesen warten die Helfer seit mehr als zehn Jahren. Mittlerweile befindet sich der Bau in der Genehmigungsphase. Simone Brecht (THW-Öffentlichkeitsarbeit) verriet, dass man hoffe in diesem Jahr noch zum Spatenstich einladen zu können. Auch Kunkel zeigte sich zuversichtlich. Augenzwinkernd versprach er, dass der nächste Neujahrsempfang der Pfedelbacher THW-Helfer im Neubau stattfinden werde: "Und wenn es im Rohbau ist".


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