Vom Abba-Hit bis zum Western-Song

Dreitägiges Kelterfest in Eschelbach mit buntem Liederabend eröffnet

Von Rainer Gaukel
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Gemeinsam sangen die Chöre aus Eschelbach/Kesselfeld und aus Gnadental unter Leitung des Dirigenten Herbert Frey.Foto: Rainer Gaukel

Neuenstein - Unterhaltsam eröffnete der Liederkranz Eschelbach/Kesselfeld am Freitag mit seinem Liederabend das Eschelbacher Kelterfest. Vier Chöre boten Tradition und Moderne. Die "playing clarinets" überraschten mit einem klassischen Intermezzo. Dass der heimische Chor treue Freundschaften pflegt, war im Begrüßungslied deutlich zu verstehen. Vorsitzender Willi Steinle bekräftigte dies. Mit den geladenen Chören pries er auf die Vielfalt des Abends hin. "Sind Sie froh, dass sie hier sein dürfen", bemerkte Steinle voller Stolz. Mit einem Augenzwinkern blickte er kurz nach oben, denn das neue Dach der Kelter trotze dem Weinen des Himmels.

Gute Laune "Wir singen, weil es uns gefällt", hörte man aus den gut gelaunten Männerkehlen des Liederkranzes. Nach frohen Weisen überließen die Sänger die Bühne dem Frauenchor Neuenstein.

Die Frauenstimmen unter Leitung von Willibald Wick brachten erfrischende Abwechslung. Gute Laune versprühten sie mit ihren fetzigen Stücken "Das mach ich mit Musik" und "Let"s twist again". Das begeisternde "I have a dream" von Abba schien für sie zu passen wie ihre rot-schwarzen Anzüge. Rhythmisch begleitet wurden sie von Tanja Süßmann am Piano.

Flotte Melodien Der befreundete Gesangverein aus Oberaspach grüßte aus der Fremde und brachte flotte Melodien mit nach Eschelbach. "Wir pflegen rege Freundschaft und besuchen uns gegenseitig bei Liederabenden", wusste Steinle zu berichten. "Playing clarinets" − zehn junge Musikerinnen der Stadtkapelle Neuenstein − trafen beim Zwischenspiel immer den richtigen Ton. Stücke von Händel, Mozart oder Brahms verwandelten die Kelter für kurze Zeit in einen Konzertsaal. Das Ensemble faszinierte das Publikum und erntete dafür viel Beifall.

"Unser Liederkranz hat Verstärkung bekommen", begrüßte Steinle den Männerchor aus Gnadental auf der Bühne. Dirigent Herbert Frey, für beide Chöre zuständig, hatte bei der Hauptprobe noch geschwitzt. Doch die gegenseitige Unterstützung machte den Männern Mut. Im Galopp präsentierten sie Western-Songs. "Ein Cowboy muss immer im Sattel sein", ertönte es ganz flott aus den Mündern.

Finale Viel Präsenz gab es zum stimmungsvollen Finale auf der Bühne. Einfach nur "Singen, klingen, Freude bringen" ertönte es zum Schluss beim gemeinsamen Lied mit allen Chören. "Ich hoffe es hat ihnen gefallen", formulierte Steinle geschickt seine abschließende Frage. Das Publikum gab postwendend Antwort: Viel Applaus.


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