Vier Traktoren tuckern zum Partrnerschaftsfest von Bretzfeld nach Budaörs

Bretzfeld  Mit Tempo 20 durch Nebel, Regen und Wind. 30 Jahre Partnerschaft wird ausgiebig gefeiert.

Vier Traktoren tuckern zum Partrnerschaftsfest von Bretzfeld nach Budaörs

Die Freude ist groß. Die vier Bulldog-Fahrer Herbert Sickinger, Peter Assenheimer, Günther Banzhaf und Herbert Fromm (v.li.) sind am Sonntag wieder auf der Bretzfelder Bürgerwiese eingetroffen.

Über 2000 Kilometer haben vier Bretzfelder mit ihren Oldtimer-Traktoren zurückgelegt: Einmal Budapest und zurück. Am Sonntagnachmittag sind sie wieder von ihrem Bulldog-Trip gut gelaunt zu Hause angekommen.

30 Jahre Partnerschaft

Der Anlass der außergewöhnlichen Reise war das 30-jährige Bestehen der Partnerschaft Bretzfeld - Budaörs vor den Toren der ungarischen Hauptstadt (wir berichteten). Sieben Tage hin und acht zurück. Die Vier tuckerten entschleunigt durch Nebel, Kälte und Wind. Nur geschützt durch Hut, Handschuhe, Regenkleidung und warmes Wams. Peter Assenheimer, Günther Banzhaf, Herbert Fromm und Herbert Sickinger genossen aber auch sonnige Stunden und die Landschaft bei Tempo 18 bis 20.

Hartmut Müller begleitet und fotografiert

Vier Traktoren tuckern zum Partrnerschaftsfest von Bretzfeld nach Budaörs

Die Bretzfelder Traktor-Gruppe ist hier bei Regen und Wind nur mit Tempo 18 in Ungarn unterwegs.

Fotos: Hartmut Müller

Begleitet vom fotografierenden Wohnmobil-Fahrer Hartmut Müller, der den Unternehmungslustigen zwischen 61 und 74 Jahren bei Pausen auch einen wärmenden Unterschlupf anbot. Ob in Deutschland, Österreich oder Ungarn, Menschen winkten und riefen den Trecker-Fahrern zu. Autofahrer hupten anerkennend, klopften vielleicht auch streckenweise in Staus verzweifelt mit der Faust aufs Lenkrad. Pferde, Kühe, Damwild und Alpakas schauten auf und Hunde bellten. Voraus fuhr Sickinger, der den richtigen Weg ausgetüftelt hatte und mit seinen detaillierten Tagesetappen eine logistische Meisterleistung aufs Papier brachte.

Hilfsbereite Menschen

Die Hohenloher trafen auch auf hilfsbereite Menschen, die zum Beispiel einen umgestürzten Baum vom Waldweg räumten oder einen Poller entfernten. Andere wiederum halfen bei kleinen technischen Pannen.

Oh Schreck.Einmal wurden die Bulldog-Fahrer von der ungarischen Polizei gestoppt. Doch die war sehr freundlich und machte nur Fotos von den seltenen Oldtimern. Kurz vor Budaörs boten zwei Polizeiautos Begleitschutz an, um die Gäste im Verkehrsgewirr sicher ans Ziel zu bringen.

Großes Fest

Vier Traktoren tuckern zum Partrnerschaftsfest von Bretzfeld nach Budaörs

Gut gelaunt in Budaörs: Ein Prosit auf die 30-jährige Partnerschaft, die am Wochenende auch in Bretzfeld gefeiert wird.

Die freundlichen Budaörser Gastgeber begrüßten zwei Tage später noch den Musikverein Bretzfeld, die Akkordeonorchester Brettachtal und Unterheimbach, die Abordnung der Feuerwehr sowie Mitglieder und Freunde des Heimatvereins Budaörs/Wudersch. Sie alle kamen mit Bussen. Unter ihnen Bürgermeister Martin Piott und Gattin Susanne. Bürgermeister a. D. Thomas Föhl und seine Frau Sabine flogen nach Budapest, um bei der Partnerschaftsfeier auch rechtzeitig dabei zu sein. Noch zur rechten Zeit eingetroffen sind der ehemalige Bankvorstand Hans Kircher und seine Frau Regina. Sie radelten von Passau bis Budaörs.

Buntes Programm

Die Tage in der Partnerstadt wurden mit einem abwechslungsreichen Programm gestaltet, im Heimatmuseum, im Kulturhaus / Theater, mit einer Weinprobe und einem Abschiedsabend. Der Budaörser Bürgermeister Tamás Wittinghoff und Martin Piott sprachen von "drei großartigen Jahrzehnten" der Partnerschaft. Ihre Reden wurden zu einem leidenschaftlichen Plädoyer für die Völkerverständigung und für Europa.

Wittinghoff freut sich schon auf den Gegenbesuch der Budaörser am kommenden Wochenende in Bretzfeld. Auch hier sollen 30 Jahre Partnerschaft mit einem großen Fest ausgiebig gefeiert werden. Festabend ist am Freitag in der Brettachtalhalle. Samstag ist Kiritog mit Freundschaftsfest. hm

 

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