Unbekannte danken Ärzten, Schwestern und Pflegern mit Plakat

Öhringen  Am Kubiz gegenüber dem Hohenloher Krankenhaus haben Unbekannte ein Transparent angebracht. Damit bedanken sie sich für den unermüdlichen Einsatz der Belegschaft.

Von Regina Koppenhöfer
Email

Dank und Wertschätzung für die Arbeit der Ärzte, Schwestern und Pfleger in diesen schwierigen Coronavirus-Zeiten drückt das Plakat aus, dass Unbekannte gegenüber dem Hohenloher Krankenhaus am Kubiz-Gebäude angebracht haben.

Foto: Koppenhöfer

Heimlich, still und leise, buchstäblich über Nacht, hing es plötzlich da: Ein meterlanges Banner, angebracht an der Außenwand des Kubiz in der Kastellstraße direkt gegenüber dem Hohenloher Krankenhaus in Öhringen. Drauf steht in übergroßen, schwarzen Buchstaben der Dank an jene, die im Öhringer Krankenhaus, aber auch in Kliniken überall im Land gerade großartige Leistungen vollbringen.

Wertschätzung für Höchstleistungen

"Ärzte, Schwestern, Pfleger. Danke für euren unermüdlichen Einsatz!", ist da zu lesen. Mit diesen wenigen Worten hat ein Unbekannter, oder vielleicht sind es auch mehrere, seine Wertschätzung für all die Mitarbeiter in Krankenhäusern zum Ausdruck gebracht, die in der derzeitigen Corona-Krise unter schwierigen Bedingungen Höchstleistungen abliefern.

Auch Andrea Carle hat das Banner längst gesehen und sie hat die HZ-Mitarbeiterin darauf aufmerksam gemacht. Der Öhringerin ist das Transparent bereits am Sonntag aufgefallen. Carle registriert, wie wohl viele andere derzeit auch, eine "Teilung" in der Gesellschaft: Während einige in diesen schwierigen Zeiten gerade etwa Kurzarbeit haben und zu Tatenlosigkeit verdonnert sind, haben andere Menschen alle Hände voll zu tun.

Auch in Löwenstein hat eine Leserin vor der Klinik ein Banner gesichtet:

 

Hoffnung, dass die Menschlichkeit erhalten bleibt

An diese richtet sich die Botschaft, über die die Öhringerin sich nun sehr freut. "Ich finde es wunderschön. Ich glaube, die Krankenschwestern, Pfleger, Ärzte, die Menschen, die in Pflegeheimen, Apotheken und auch Supermärkten tätig sind, die in all diesen für uns gerade wichtigen Einrichtungen arbeiten, die erhalten in diesen Tagen eine große Wertschätzung. Und das ist überfällig. Denn sie geben täglich in ihren Arbeitsfeldern ihrerseits anderen Menschen Wertschätzung." Andrea Carle hofft nun, "dass diese Menschlichkeit und Mithilfe auch nach der Corona-Krise erhalten bleibt."

"Unser Job ist eben nicht nur Betten beziehen"

Ähnlich denkt auch eine Krankenschwester, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. "Ich habe mich so sehr gefreut, als ich das gelesen habe", sag sie und verrät, dass ihr der Dank des Unbekannten sehr gut tut. "Als ich das las, habe ich mir auch gedacht, dass die Bevölkerung nun endlich mal versteht, wie anspruchsvoll und elementar unser Job ist. Dass wir eben nicht nur Betten beziehen und Patienten waschen, sondern, dass wir Leben erhalten. Und ich hatte nach 30 Berufsjahren endlich mal das Gefühl, dass meine Arbeit anerkannt und wertgeschätzt wird", sagt die Krankenschwester.

Für die Zukunft äußert sie einen Wunsch: "Ich erhoffe mir, dass die Leistungen des Pflegepersonals und der Ärzte nicht gleich wieder in Vergessenheit geraten, wenn diese Krise einmal vorüber ist."

 

Kommentar hinzufügen