Streed-Food-Festival in Öhringen: Leckeres für jeden Geschmack

Öhringen  25 Stände boten drei Tage auf der Allmand im Öhringer Hofgarten nicht alltägliche Kulinarik. Es gab Speisen aus fünf Kontinenten. Am Freitagabend mussten Besucher und Anbieter vorzeitig dem Unwetter weichen.

Von Stefanie Pfäffle

Streed-Food-Festival in Öhringen: Leckeres für jeden Geschmack
Herzhaft in den Burger beißen oder die Gabel in der Fleisch-Soße-Salat-Kombi versenken − die Besucher genießen das vielfältige Angebot. Foto: Stefanie Pfäffle

Knuspriges Hähnchen in der Waffel, Gabel unnötig, Dim Sum und Bubble Waffeln oder Spanferkel im angegrillten Ciabattabrötchen - wer am Wochenende im Öhringer Hofgarten verweilt, hat die Qual der Wahl. Internationale Spezialitäten mischen sich mit verrückten Kompositionen beim dritten Street-Food-Festival Hohenlohe. Die 25 Stände ziehen allerdings weniger Menschen an als im Vorjahr, wie Mike Offholz, Projektleiter beim Veranstalter Tat & Drang, am Samstagabend feststellt.

Neues und Beliebtes im Angebot

Der Großteil der Stände war 2018 nicht in Öhringen dabei. "Wir haben einen gewissen Pool an Ständen, die mit uns mitfahren, aber wenn die Leute mehrere Jahre hintereinander kommen, freuen sie sich auch auf was Neues", erklärt Offholz. Oder wollen Bekanntes nochmal essen wie das jamaikanische Essen von Jatta Food, das im vergangenen Jahr den Europameistertitel für das beste vegetarische Essen abgesahnt hat. "Die Standbetreiber merken aber auch, wenn sie zwei, drei Jahre dasselbe Produkt anbieten, dann läuft es nicht mehr so und sie versuchen, sich oder das Produkt neu zu erfinden." So haben die Anbieter des Bacon Donut - ein mit Speck umwickelter Hackdonut - jetzt auch Burger im Angebot, die in einem Donut statt in einem Brötchen serviert werden.

Ein absoluter Hit sind die Pommes mit Beilage vom Frittenwerk. Auf den Kartoffelstäben wird unter anderem vegetarische Bolognese oder Champignon-Rahmsoße serviert. "Das Konzept stammt aus Kanada und nennt sich dort Poutine, das französische Wort für Sauerei", erklärt Mitarbeiter Felix Sturm. "Die kippen da wirklich alles drauf." In Deutschland ist Frittenwerk ein Franchiseunternehmen mit 13 Restaurants sowie zwei Foodtrucks, die 2018 den zweiten Platz bei der EM machten.

Besucher probieren gegenseitig

Nina Simeonidis hält den Rest eines Baumstriezels mit Softeisfüllung in der Hand. "Das war super lecker", strahlt die Waldbacherin. Gemeinsam mit Freundin Julia Grimm hat sie heute schon einiges probiert: frisch gebrühten Eistee mit Himbeere, Falaffelwrap, Churros mit Schokosoße, Poffertjes und eben die etwas andere Eiswaffel. "Wir probieren immer gegenseitig, dann kann man mehr testen", erzählt Grimm. Die 18-Jährigen gehen gern auf Street-Food-Festivals, finden es cool, dass es das auch in Öhringen gibt. "Da kann man neue Sachen probieren, deswegen gehen wir auch morgen nochmal." Schließlich zahlt man für alle drei Tage auch nur einmal Eintritt.

Überall sieht man die Menschen schlemmen. Ein Papa schleckt schwarz-blaues Softeis im Kampf gegen die Wärme, Freunde treffen sich an Tischen mit unterschiedlichen Tellern und eine Familie hat sich auf einer Palette ein ganz eigenes Picknick zusammengestellt.

Streed-Food-Festival in Öhringen: Leckeres für jeden Geschmack
Spanferkel auf italienischem Brot − nur eine der köstlichen Schweinereien auf dem Streetfood- Festival. Foto: Stefanie Pfäffle

Cider, Secco und Limo aus Hinterespig

Echt Hohenlohisch ist der Stand von Christian Haußler aus Pfedelbach-Hinterespig. Der Obstbauer bietet Cider, Most, Secco und Limo aus eigenen Früchten. "Sonst sind wir eher auf Genießermärkten oder bei Slow Food Messen, aber als die Anfrage kam, wollten wir auch mal Street Food testen", erzählt Haußler. In zwei Wochen sind sie auch in Heilbronn dabei, richtig touren wäre allerdings schwierig, schließlich wartet die Arbeit auf dem Hof nicht. Das Publikum sei ganz toll, sehr offen und interessiert, stellt er fest. "Für uns ist das natürlich auch gute Werbung." Und für die Besucher die Möglichkeit, was Neues zu entdecken.

Vorzeitiges Ende

Freitagabend musste das Festivalgelände auf der Allmand notevakuiert werden, als das Gewitter kam. "Die Besucher sind eh schon geflüchtet, aber dann mussten wir auch die Standbetreiber bitten zu gehen", erzählt Festival-Organisator Mike Offholz. Zu diesem Zeitpunkt hatte es schon den Bauzaun umgeweht, in Windeseile wurden alle Zelte abgelegt, so dass es keine bleibenden Schäden gab - abgesehen vom Kräuterbeet bei der Kinderkochschule. "Wir hatten eine lange Nacht, um alles wieder aufzustellen, aber sind froh, dass nicht weiter passiert ist.".

 

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