Sechs Wohnungen in neuer Flüchtlingsunterkunft

Pfedelbach  Nach dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Pfedelbach Mitte November gibt der Gemeinderat jetzt grünes Licht für die Gebäudeplanung an der Kirchgasse 13.

Von Bettina Hachenberg
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Schon im Januar hatte der Pfedelbacher Gemeinderat mit großer Mehrheit beschlossen, nach dem Brandanschlag auf die geplante Flüchtlingsunterkunft in der Kirchgasse 13 ein neues Wohngebäude für die Unterbringung von 40 bis 50 Asylbewerbern zu bauen. Später kann es auch als sozialer Wohnraum genutzt werden.

Am Dienstagabend hat der Gemeinderat nun der Entwurfsplanung des Öhringer Architekturbüros Schimmel bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung grünes Licht gegeben.

Das mittlerweile abgerissene ausgebrannte Gebäude war rund zehn Meter breit und 21 Meter lang, hatte zwei Stockwerke und ein Dachgeschoss. Das neue Gebäude wird sich an diesem Bauvolumen orientieren, allerdings für einen Grundriss mit Mittelgang einen Meter breiter werden.

Auf drei Ebenen sollen insgesamt sechs Wohneinheiten mit jeweils drei Zimmern, einem Aufenthalts- und Küchenbereich, Bädern und WCs entstehen. Im Erd- und Obergeschoss sind diese Wohneinheiten jeweils 84 Quadratmeter groß, im Dachgeschoss 75 Quadratmeter. Technik- und Abstellräume sowie Waschmaschinen- und Trocknerraum werden im Untergeschoss untergebracht. Dafür wird das neue Gebäude teilunterkellert.

Kosten für das Gebäude 

Auf 992.500 Euro sind die Kosten für das neue Gebäude veranschlagt. Mit rund 490.000 Euro rechnet die Gemeinde als Entschädigung aus der Gebäudebrandversicherung. 292.000 Euro hat die Gemeinde im Haushalt überplanmäßig zu finanzieren. Pfedelbach wird beim Land Förderanträge für das neue Gebäude stellen.

Abgelehnt hat das Gremium zwei Anträge aus dem Ratsrund. Joachim Knoche hatte beantragt, bautechnisch und finanziell prüfen zu lassen, ob an den Wohneinheiten im Erdgeschoss Terrassen und im Obergeschoss Balkone möglich sind. Norbert Baumann erschien der Dachgiebel mit rund 13 Meter im Vergleich zur Umgebungsbebauung zu hoch. "Das erschlägt einen."

Bauamtsleiterin Brigitte Niesing entgegnete, dass das alte Gebäude fast genauso hoch gewesen sein. Baumanns Antrag, ein Walmdach bautechnisch prüfen zu lassen, fand bei den Räten ebenfalls keine Mehrheit.

Polizei sucht Zeugen

Am Dienstag hatte die Polizei ein Gipserbeil vorgestellt, das möglicherweise beim Brandanschlag eingesetzt wurde. Die Ermittlungsgruppe erhöhte die Belohnung für Hinweise auf 15.000 Euro.

 

 

 

 


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