Pfedelbach: Erste Pläne für einen Generationenplatz

Pfedelbach  In Pfedelbach nimmt die Idee für einen Generationenplatz Gestalt an. Die Mitglieder einer Arbeitsgruppe haben erste Pläne im Gemeinderat vorgestellt. Die Lage soll nahe dem Kernort sein.

Von Bettina Hachenberg

Begegnung und Bewegung für Jung und Alt auf einem gemeinsamen Platz in Pfedelbach
Gemeinsam in Bewegung kommen: Auch das soll auf dem Platz für Jung und Alt umgesetzt werden. Dazu sind Outdoor-Fitnessgeräte erforderlich. Foto: adobestock.smehl

Ein Generationenplatz, wo sich Jung und Alt treffen, miteinander kommunizieren, gemeinsam etwas unternehmen können - sei es bei Spiel oder für die Fitness: Diese Idee wurde bei einem Generationen-Workshop im Oktober 2017 in der Nobelgusch geboren. Schnell bildete sich eine Arbeitsgruppe. Die Mitglieder machten sich viele Gedanken Mit Jugendreferent Martin Jakob, Senior Rolf Kadau, Stefan Diehlmann und Maxima Stang von der jüngeren Generation stellten vier von ihnen in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats erste Pläne vor. Dabei sind sie sich laut Jakob im Klaren: "So ein Generationenplatz ist nichts, was man mit einem Schwung macht."

Das Verständnis untereinander fördern

Es gehe in erster Linie um Kommunikation und gemeinsame Aktivitäten, um das Verständnis der Gruppen untereinander zu fördern, erklärte Kadau. Der Generationenplatz soll Anreiz sein zu Bewegung und Spiel. Er könne die Möglichkeit bieten, einfache Übungen zu machen und damit auch die Gesundheit positiv beeinflussen. Mindestens 800 Quadrameter groß, sei die Lage des Platzes wichtig. Gut erreichbar, möglichst nahe am Kernort, aber nicht zu nahe an einer Wohnsiedlung und ausbaubar.

Bei der Ausstattung schweben der Arbeitsgruppe eine größere Rasenfläche für Bewegung und Spiel vor, Sitzgelegenheiten im Freien, ein überdachter Bereich als Wetterschutz, Pflanzen und Bäume, die Schatten spenden. Und natürlich sind auch Toiletten, Mülleimer, Stromanschluss und Fahrradständer erforderlich. "Wir wissen, dass das nicht alles auf einmal kommen kann", unterstrich Jakob. Man habe sich in anderen Gemeinden umgeschaut, die bereits einen Generationenplatz haben, und für den Anfang drei Wünsche formuliert.

Drei Wünsche für den Anfang

Erstens: Outdoor-Fitnessgeräte. Sie sollen für Alt und Jung gleichermaßen geeignet sein, damit man gemeinsam üben und darüber ins Gespräch kommen kann. Neben einzelnen Geräten, die zwischen 2500 und 4000 Euro kosten, gibt es auch - wie auf den Taläckern in Künzelsau bereits realisiert - ganze Anlagen, die aber mit bis zu 15 000 Euro Kosten nicht ganz günstig sind. Auf den Taläckern weist ein Schild hin, dass sich hier Sponsoren an der Finanzierung beteiligt haben.

Zweitens: Outdoor-Spieltisch. Ob Schach, Mühle, Dame, hier sollen Alt und Jung miteinander spielen können. Zusammen mit vier Stühlen kostet er rund 1500 Euro.

Drittens: Bodentrampolin. Der wetterbeständige Hüpfspaß für Jung und Alt kostet rund 4.000 Euro.

Kosten liegen den Räten schwer im Magen

Insgesamt, so rechnet Jakob vor, würden die drei Wünsche für diese Ausstattung rund 30.500 Euro kosten. Natürlich ist sich der Jugendreferent im Klaren, das die Finanzierung nicht einfach werden wird. Auch in Pfedelbach habe man sicherlich die Möglichkeit, auf die eine oder andere Firma für einen Zuschuss zuzugehen.

"Ich stehe dem Projekt nicht ganz negativ gegenüber", meinte CDU-Rat Hans Wolf. Er leitete als Stellvertreter von Bürgermeister Torsten Kunkel, der mit dem Kreistag unterwegs war, die Sitzung. Einen Standort für den Generationenplatz zu finden, sei Sache der Verwaltung. Er begrüße die Idee sehr, befand Joachim Knoche. "Interessant" fand der FWV-Rat die Fitnessgeräte, stellte sich gleichzeitig noch eine Gelegenheit zum Kaffee trinken vor. "Die Mittel werden knapper. Ob wir uns da noch ein Café reinstellen können, wage ich zu bezweifeln", entgegnete Wolf.

Einstimmiger Beschluss des Gemeinderats 

Begegnung und Bewegung für Jung und Alt auf einem gemeinsamen Platz in Pfedelbach
Mitglieder der Arbeitsgruppe "Generationenplatz Pfedelbach" kurz nach der Gründung zusammen mit Bürgermeister Torsten Kunkel. Mittlerweile wirken 14 Personen bei der Ideenfindung mit. Foto: Gemeinde

"Wünsche dürfen natürlich geäußert werden" meinte Michael Schenk (FWV). Doch auch er wies auf die dünner werdende finanzielle Decke der Gemeinde hin. Zu prüfen sei, welcher Pflegeaufwand hinter einer solchen Anlage stecke und wie es um die Verkehrssicherungspflicht stehe. Er rechne mit einer Gesamtinvestition von rund einer Viertelmillion Euro. "Darüber muss man sich im Klaren sein."

"Ich bin begeistert, eine tolle Idee und ein fundierter Vorschlag", meinte Andrea Wilke-Rohr (FWV). Sie denkt, dass ein solcher Platz gut angenommen werde. Auch bei Fritz Lösch (CDU/Freie Wähler) fand der Vorschlag offene Ohren. "Man trägt jetzt mal die Kosten zusammen, guckt nach einem Platz und später entscheiden wir." Genauso wird es jetzt auf einstimmigen Beschluss des Gemeinderats auch gemacht.

 

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