Öhringen belegt Spitzenplatz beim Wohnungsbau

Hohenlohe  Die große Kreisstadt schneidet bei einem landesweiten Ranking sehr gut ab, auch Kupferzell ist gut im Rennen. Womit die Gemeinden punkten.

Von Peter Hohl

Öhringen belegt Spitzenplatz beim Wohnungsbau
Vor allem im Limespark wird seit Jahren kräftig gebaut. Damit nimmt Öhringen unter den Städten vergleichbarer Größe einen Spitzenrang ein. Foto: Rolf Mugele

Die Große Kreisstadt Öhringen und die Gemeinde Kupferzell zählen zur Spitzengruppe beim Wohnbau-Ranking in Baden-Württemberg. Die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) hat die Rangliste im Auftrag der Arbeitsgemeinschaften der Bausparkassen erstellt. Dazu wurden die Daten von 526 Kommunen erhoben, das sind knapp die Hälfte der 1101 Städte und Gemeinden im Land. Vor allem die kleineren (unter 5000 Einwohner) blieben außen vor.

Bewertet wurden unter anderem die Entwicklung des Wohnungsbestandes und der Bevölkerung, aber auch die Anzahl der Baugenehmigungen je 1000 Einwohner und die Kaufkraft der Bevölkerung.

"Im Ranking schneiden insbesondere die Kommunen gut ab, in denen im Zeitraum 2012 - 2017 zahlreiche neue Wohnungen gebaut und genehmigt wurden. Städte und Gemeinden, in denen erst in der jüngeren Vergangenheit Neubaugebiete erschlossen oder Flächen für die Bebauung aktiviert wurden, hinken zum Erhebungszeitpunkt noch hinterher, da diese Häuser und Wohnungen noch nicht genehmigt oder gar fertiggestellt waren und somit noch nicht in den Statistiken erfasst sind", schreiben die Autoren.

Der Sieger kommt aus Südbaden

Maximal 100 Punkte waren erreichbar, das beste Ergebnis erzielte Bad Krozingen mit 94. Öhringen und Kupferzell kamen auf jeweils 81 Punkte. Tendenziell schnitten kleinere Kommunen besser ab, so dass Kupferzell in der Kategorie der Gemeinden mit 5000 bis 10.000 Einwohnern lediglich auf Platz 11 landete (gemeinsam mit drei weiteren Gemeinden), während Öhringen mit der gleichen Punktzahl in der Größenordnung von 20.000 bis 50.000 Einwohnern gemeinsam mit Waldshut-Tiengen auf Platz 3 kam. Besser schnitten hier nur Schwäbisch Hall und Laupheim (je 84 Punkte) ab.

Kupferzell erzielte die besten Bewertungen bei den Baugenehmigungen je 1000 Einwohner, bei der Bevölkerungsentwicklung und beim Anteil des Häuslebauer. Lediglich im Mittelfeld landete die Kommune bei der Entwicklung der Beschäftigten 2012 bis 2017 und bei der Kaufkraft 2018.

Öhringer Stärken und Schwächen

Öhringen punktete vor allem bei der Entwicklung des Wohnungsbestandes, bei den Baugenehmigungen und -fertigstellungen je 1000 Einwohner, bei Bevölkerungsentwicklung und beim Anteil der Häuslebauer. Dagegen landete die Stadt bei der Entwicklung der Baugenehmigungen und der Beschäftigtenzahl sowie bei der Kaufkraft lediglich im unteren Mittelfeld.

In die Spitzengruppe wurde aufgenommen, wer mindestens 75 Punkte erzielt hat. Neben Hall, Öhringen und Kupferzell sind dies aus der Region Heilbronn-Franken noch die Heilbronner Landkreiskommunen Lauffen (77), Leingarten und Brackenheim (je 75).

Der Hohenlohekreis schneidet gut ab

Im Hohenlohekreis wurden in den Jahren 2013 bis 2016 überdurchschnittlich viele neue Wohnungen genehmigt. Das ist im Statistischen Monatsheft Baden-Württemberg 2/2018 nachzulesen. Danach liegt der Kreis mit 179 genehmigten Neubauwohnungen je 10.000 Einwohnern an fünfter Stelle aller Stadt- und Landkreise und deutlich über dem Landesschnitt von 137 Wohnungen. Spitzenreiter ist der Landkreis Biberach mit 227, Schlusslicht der Neckar-Odenwald-Kreis mit 79.

Zugleich wird der Wohnungsmarkt im Hohenlohekreis als "angespannt" eingestuft. Damit liegt er im mittleren Bereich zwischen den Ballungsräumen und den Nachbarn im Norden und Osten.

 


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