Musik, Tanz und Flegeldrescher

Dorffest in Langenbeutingen am 18. und 19. August - Neues für die alte Linde

Von Hartmut Müller

Musik, Tanz und Flegeldrescher
Hier wird am Wochenende gefeiert. Gleich neben dem Unteren Kirchle in Langenbeutingen steht die Tanzlinde. Ihr Traggerüst wurde erneuert.Foto: Hartmut Müller

Langenbrettach - In der Lindenstraße in Langenbeutingen wird am kommenden Wochenende viel geboten. Dann findet vor der schmucken Kulisse des Fachwerkkirchleins und bei der Dorflinde das zehnte Dorffest statt.

Die örtlichen Vereine und Gruppen bereiten sich auf das Fest des Dorfes vor, zu dem alle zwei Jahre eingeladen wird. Feierliche Eröffnung ist am Samstag, 18. August, um 17 Uhr, mit Ortsvorsteher Jürgen Bayer, Bürgermeister Tilman Schmidt und der Jugendkapelle des Musikvereins Langenbeutingen. Dem Bierfassanstich folgen ein Luftballonwettbewerb für Kinder sowie Jazztanzvorführungen. Ab 21 Uhr sorgt die Band „Die Kojaks“ auf der Freiluftbühne für Unterhaltungs- und Tanzmusik.

Der Dorffest-Sonntag beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst im Grünen vor dem Unteren Kirchle, umrahmt vom Liederkranz und Musikverein Langenbeutingen.

Mit einem Frühschoppenkonzert geht es weiter in einen unterhaltsamen Tag hinein. Dessen buntes Programm verschiedene Tanzvorführungen, Fahrten mit dem Feuerwehrauto und historischen Traktoren enthält. Eine Gruppe mit erfahrenen Flegeldreschern tritt auf und lässt längst vergangene landwirtschaftliche Zeiten wach werden. Jung und Alt können beim Torwandschießen ihr Glück versuchen. Das „Cafe Eglise“ im Unteren Kirchle hat an beiden Festtagen geöffnet. Und im Dachgeschoss dieses Schmuckstücks kann die Albrecht-Goes-Stube besichtigt werden. Das kleine Museum erinnert an den Dichterpfarrer, der in Langenbeutingen geboren wurde. Er starb im Jahr 2000 in Stuttgart. Sein 100. Geburtstag kann 2008 gefeiert werden.

Hunger und Durst muss beim Dorffest niemand leiden. Fürs leibliche Wohl ist gesorgt. Das war nicht immer so. Daran erinnert die Hungerlinde beim Kirchle. Gepflanzt wurde diese Winterlinde (Tilia cordata) im Jahr der Hungersnot anno 1817. Fast zwei Jahrhunderte hat diese Linde überdauert, die zur Tanzlinde ausgebildet wurde. Ein Gerüst trägt die unteren Äste. Dieser Tragkranz ist nun für etwa 6500 Euro erneuert worden. Auch unter dieser Dorflinde können die Festbesucher verweilen.