Junge Sportler legen sich beim Laufen und Radeln mächtig ins Zeug

Waldenburg  Beim Waldenburger Bergfest wird der 15. H.U.Nepper Kinder-Cross-Duathlon ausgetragen und erlebt mit 105 Teilnehmern erneut einen Rekord. Angefeuert von Eltern, Freunden und Bekannten geben die Mädchen und Jungen alles.

Von Oliver Färber
Junge Sportler legen sich beim Laufen und Radeln mächtig ins Zeug
Für die jungen Sportler geht der zweite Teil des Wettbewerbs als Crossstrecke durch den Waldenburger Wald. Fotos: Oliver Färber

Die Sonne strahlt am Samstagvormittag über dem Balkon Hohenlohes. Es ist wieder Bergfestzeit in Waldenburg. Dort, wo früher zahlreiche Faustballmannschaften samstags um einen Pokal gekämpft haben, ist - den modernen Anforderungen folgend - weiterhin wieder viel los: Der vor 15 Jahren zum Gedächtnis an den verstorbenen Hans Ulrich Nepper initiierte Kinder-Cross-Duathlon kommt bestens an. "Wir haben wieder einen Teilnehmerrekord", erklärt Stadionsprecher Pascal Hermann.

Es ist zwar nur ein junger Sportler mehr als im letzten Jahr, aber immerhin. Als das Spektakel vor 15 Jahren mit rund 30 Teilnehmern begann, habe wohl niemand mit einer solchen Entwicklung gerechnet.

Nach dem Start geht die Post ab

Jetzt greift er aber ans Mikrofon. "Erst den Helm aufsetzen und dann geht die Post ab", erklärt der Moderator den ersten Kindern, die an ihm vorbei zum Radwechsel sausen. Sicherheit hat oberste Priorität beim Kinder-Cross-Duathlon.

Die jungen Sportler setzen sich die Kopfbedeckung auf, schieben ihr Rad bis zur Startlinie und schon geht es auf den zweiten Teil des Wettbewerbs: die Crossstrecke durch den Waldenburger Wald. Begleitet werden sie von lauten Anfeuerungsrufen der vielen Schlachtenbummler hinter dem rot-weißen Trassierband. "Hopp, auf geht"s. Du schaffst das", schreit sich ein Mann im neongelben T-Shirt die Seele aus dem Leib. "Mein Stiefsohn ist heute das erste Mal dabei", verrät Martin Blechschneider, warum er so aufgeregt mitfiebert. Er findet es toll, dass für Kinder so etwas angeboten wird. "Das ist einmal etwas anderes als nur Fußballturniere", meint er. Beim Triathlon ist er mit dem Jungen schon ein paar Mal als Zuschauer gewesen. "Und er war da immer begeistert, aber war noch zu jung für so etwas", so Blechschneider. Jetzt darf er auch endlich beim Bergfest dabei sein, startet mit seinen sechs Jahren in der Altersklasse der Jüngsten. "Und ich bin beruhigt, dass da kein Schwimmen im See dabei ist, und er verschwinden kann", sagt der Stiefvater schmunzelnd.

Junge Sportler legen sich beim Laufen und Radeln mächtig ins Zeug
Nach dem Startschuss gehen die jungen Teilnehmer auf den ersten Teil ihrer Laufstrecke.

Schiedsrichter beäugt alles

Die ersten Kinder kommen wieder mit ihren Rädern aus dem Wald gerauscht. An der Linie streifen sie brav ab, schieben ihren Drahtesel zum Abstellplatz, setzen den Helm ab und gehen auf die abschließende Laufstrecke. Schummeln darf niemand: Alles wird von einem offiziellen Schiedsrichter genau beobachtet. Er hat auch vor dem Start bereits die Fahrräder beäugt, damit nichts schief geht.

Im Zieleinlauf wird noch mal alles gegeben

Der Schweiß steht den Nachwuchssportlern im Gesicht, als die letzten Meter Richtung Ziel anstehen. Sie geben noch einmal alles, um einen guten Platz zu erreichen. Eltern, Verwandte und Bekannte verfolgen den Zieleinlauf, klatschen und jubeln. Und auch wenn"s nicht gleich der Sieg geworden ist: Der olympische Gedanke "dabei sein ist alles" und der Spaß steht ohnehin für die meisten Nachwuchssportler im Mittelpunkt.

Erste Plätze erreicht

Auf den jeweils ersten Plätzen ihrer Altersklasse landen: Jahrgang 2005 bis 2007 Marco Kircher (TSG Schwäbisch Hall) und Hanna Winter (TSG Waldenburg), Jahrgang 2008 und 2009 Jakob Schmutz (TSG Schwäbisch Hall) und Rahel Goes (TSG Waldenburg), Jahrgang 2010 und 2011 Paul Fuchs (Tura Untermünkheim) und Laura Naemi Lang (TSG Schwäbisch Hall), Jahrgang 2012 und 2013 Ruben Bars und Leonie Haaf (Tri-Team Heuchenlerg).

 

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