Fröhliches Herz ist gute Medizin

Bretzfeld - Schmerzen, Leid und Elend sind unvermeidlich im Leben, dessen ist sich Brigitte Aufrecht (58) sehr wohl bewusst. "Aber darin zu bleiben, das ist freiwillig", ist sie der Überzeugung. Unter dem Motto "Lachen ist besser als Weinen" sprach die aus Großbottwar bei Ludwigsburg kommende Referentin beim Frauenfrühstück in Schwabbach.

Von unserer Mitarbeitern Regina Koppenhöfer
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"Wenn Menschen miteinander lachen, dann verschmelzen sie miteinander und mit Gott."

Brigitte Aufrecht

Bretzfeld - Schmerzen, Leid und Elend sind unvermeidlich im Leben, dessen ist sich Brigitte Aufrecht (58) sehr wohl bewusst. "Aber darin zu bleiben, das ist freiwillig", ist sie der Überzeugung. Unter dem Motto "Lachen ist besser als Weinen" sprach die aus Großbottwar bei Ludwigsburg kommende Referentin beim Frauenfrühstück in Schwabbach. Zum 25. Mal veranstalteten der Landfrauenverein Schwabbach-Siebeneich und die Kirchengemeinde Schwabbach gemeinsam das gesellige Frühstückstreffen.

Mal heiter, oft aber auch nachdenklich stimmend spürte die christliche Referentin den Fragen nach, warum man manchmal weinen müsse und wieso sich Lachen heilsam und wohltuend auf den Menschen auswirke. Dabei ging Brigitte Aufrecht bei ihrem Vortrag mit gutem Beispiel voran: Bestens gelaunt und während ihres Referats nicht selten über einen selbst gemachten Witz herzhaft losprustend, sinnierte sie über das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen nach.

Freude suchen

"Das Leben ist nicht immer so, wie wir es uns wünschen, aber es ist das einzige Leben", ermahnte die dreifache Mutter und siebenfache Großmutter ihre Zuhörerinnen, um ihnen danach zuzurufen: "Ich bin heute morgen hierher gekommen, um mit euch das Lachen und die Freude zu suchen."

Brigitte Aufrecht, die sich seit ihrer Jugend ehrenamtlich in Kirchengemeinden engagiert, weiß, wovon sie spricht, wenn sie sich auf Spurensuche zum Thema begibt. Offenherzig erzählt sie von ihrer Kindheit, die von der Krankheit ihrer Mutter, die an schweren Depressionen litt, überschattet war. Auch vom Leid, das sie bei ihrem Missionsdienst in den vergangenen Jahren im ostafrikanischen Kenia erlebt habe, berichtet die temperamentvolle Referentin.

Doch Brigitte Aufrecht hat eben nicht nur Trauriges gesehen, sondern konnte auch "eine tiefere Gelassenheit und ein größeres Gottvertrauen" bei ihren fröhlichen, afrikanischen Freunden feststellen. Und so ist die christliche Referentin der festen Überzeugung, dass bei all den Widrigkeiten, die es gibt, "die Lebensfreude zum Leben gehört, wie das Wasser zur Quelle". Brigitte Aufrecht: "Wenn Menschen miteinander lachen, dann verschmelzen sie miteinander und mit Gott."

Offene Frage

Ob Lachen oder Weinen nun besser seien, diese Frage beantwortete Aufrecht nicht. Die Referentin stellte lieber ein Bibelzitat in den Raum: "Alles hat seine Zeit: Weinen und Lachen, Klagen und Tanzen." Wie man mit dem Lachen und dem Weinen, den beiden "Polaritäten des Lebens", schlussendlich umgehe, liege an jedem selbst. Sie ermunterte ihre Zuhörerinnen: "Lernen wir, Gott mehr zu vertrauen und mehr zuzutrauen." Und mit einem Augenzwinkern rief sie den Frauen zu: "Schätzchen lache, wenn es nicht zum Weinen reicht!"


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