Aus Handelshof wird Kaufland

Region Heilbronn - Der Name Handelshof, mit dem am 29. Januar 1968 in Backnang der Siegeszug der Neckarsulmer Schwarz-Gruppe im Lebensmitteleinzelhandel begonnen hat, wird im Lauf des nächsten Jahres Geschichte.

Von Manfred Stockburger
Der Markt in Eppingen ist schon auf den neuen Namen umgestellt.

Region Heilbronn - Der Name Handelshof, mit dem am 29. Januar 1968 in Backnang der Siegeszug der Neckarsulmer Schwarz-Gruppe im Lebensmitteleinzelhandel begonnen hat, wird im Lauf des nächsten Jahres Geschichte. Zug um Zug wird das Unternehmen die Handelshof-Märkte in der Region zunächst umbauen und zum Teil erweitern, und dann im Oktober auf den Markennamen Kaufland umstellen. Damit soll die Marke gestärkt werden, die mit der Eröffnung des Neckarsulmer Kauflands im Jahr 1984 erstmals verwendet wurde.

Damals war der neue Name gewählt worden, um den Unterschied zwischen dem Kaufland und den anderen, deutlich kleineren Handelshof-Märkten herauszustreichen. Inzwischen firmiert das Unternehmen als Kaufland, und zu dem einen Kaufland haben sich europaweit etwa 1000 weitere gesellt. Die 26 verbliebenen Handelshof-Märkte, elf davon sind in der Region, werden jetzt auch auf den neuen Namen umgestellt. Schließlich nimmt die Eigenmarke der Unternehmensgruppe das Kaufland-K auf.

Einheitlich

"Um den Markennamen weiter zu stärken und den Kunden gegenüber einheitlich aufzutreten haben wir entschieden, die noch bestehenden Handelshof-Filialen auf Kaufland umzustellen", sagt Vorstand Rupert Schädler.

Mit den Umbauten werden die Märkte, die zum Teil noch aus den 1980er Jahren stammen, auf das Niveau aktueller Filialen gebracht. Der Handelsh
of in der Stuttgarter Straße in Heilbronn bekommt beispielsweise eine Fischtheke, der Markt in Böckingen wird um die Fläche des Lidl-Markes im selben Gebäude erweitert und mit einer Bedientheke für Wurst und Käse ergänzt, wie Geschäftsführer Norbert Hähnlein erklärt. Anderswo wird der Obst- und Gemüsebereich vergrößert. Einige Filialen werden mit Backshops ausgestattet. Vor allem dort, wo neue Bedientheken eingebaut werden, sollen im Zuge der Umstellung auch neue Arbeitsplätze entstehen, sagt Norbert Hähnlein.

Sortiment

Der Name mag künftig derselbe sein, dennoch bleibt das Neckarsulmer Kaufland beim Sortiment führend: Dort werden weiter mehr als 60 000 Artikel angeboten, die neuen Kaufland-Märkte werden jeweils knapp 30 000 Artikel führen, heißt es. Beim Wein bedeutet das beispielsweise, dass die Kunden in Neckarsulm zwischen 1700 unterschiedlichen Sorten wählen können, in den anderen Märken besteht das Angebot aus 700 Tropfen.

Während die Bauarbeiten schon in den nächsten Wochen beginnen und die Veränderung damit für die Kunden sichtbar wird, folgt die Umstellung der Marke im Oktober, wenn alle Umbauten beendet sind. Den Ur-Handelshof gibt es übrigens schon seit März 2005 nicht mehr: An seiner Statt hat das Unternehmen zwei Kaufland-Märkte eröffnet.

Aus Handelshof wird Kaufland
Das war der Anfang: In Backnang wurde im Januar 1968 mit diesem Handelshof das erste Einzelhandelsgeschäft der Schwarz-Gruppe eröffnet.Fotos: Archiv/Kaufland

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