Faszination Georg Fahrbach

Dauerausstellung über Leben und Wirken des Wanderers und Naturschützers

Von Sofia-Marie Sturm

Faszination Georg Fahrbach
Annemie Hirschbach vom Hauptvorstand des Schwäbischen Albvereins hat den Hut von Georg Fahrbach mit 20 Jahren geschenkt bekommen und hat ihn als Ausstellungsstück mitgebracht.Foto: Sofia-Marie Sturm

Ingelfingen - Den Namen des Ehrenbürgers wieder ins Bewusstsein bringen, darum ging es am Sonntagmittag in der Kelter in Criesbach. Zum Auftakt der Dauerausstellung, die das Leben Georg Fahrbachs würdigt, waren zahlreiche Gäste, unter ihnen sogar die Kinder des Criesbacher Bürgers, Siglinde Pompe, Eberhard Fahrbach und Ulrich Fahrbach, die aus ganz Deutschland angereist waren, erschienen.

Kleinarbeit Frieder Fahrbach, der das Zustandekommen der Ausstellung tatkräftig unterstützt hat, war wegen Krankheit verhindert. Mit dem passenden Titel "Hinein in die blühende Welt", stimmte der Gesangsverein Criesbach unter der Leitung von Rainer Jaag in den Festakt zur Eröffnung der Ausstellung ein. Passend darum, da Georg Fahrbach sich Zeit seines Lebens mit Leidenschaft dem Wandern und dem Naturschutz verschrieben hat. Umrahmt wurde die Veranstaltung außerdem durch einen Beitrag des Kindergartens Criesbach. Allerdings ist die Kenntnis über das Wirken des Criesbacher Ehrenbürgers, wie zum Beispiel sein außerordentliches ehrenamtliches Engagement, heute nicht mehr so präsent, wie sie einmal war. Als Ortsvorsteher Karl Dörr den Kindern der Stadt Ingelfingen den jährlichen Buchpreis, der immer noch aus der Georg Fahrbach-Stiftung finanziert wird, überreichte, fiel ihm dies besonders auf. "Kaum ein Kind kann heute noch etwas mit dem Namen anfangen", erklärt er.

Dies war schließlich der ausschlaggebende Anlass, die Erinnerung an das Werk Georg Fahrbachs mit einer Ausstellung, bestehend aus Exponaten, wie Schriftstücken, Urkunden, Bildern und Gegenständen, zu dokumentieren. Zusammengetragen und archiviert wurden diese Ausstellungstücke in mühevollster Kleinarbeit von Ludwig und Karl Dörr, Otto Bort und Fritz Jaag.

Am Tag der Eröffnung sollte die Ausstellung jedoch noch um ein Stück erweitert werden: Annemie Hirschbach, "eine, die nie wandern wollte", heute aber im Hauptvorstand des Schwäbischen Albvereins Baden Württemberg tätig ist, überreichte den Initiatoren den Wanderhut Georg Fahrbachs, den sie selbst als junge Frau von ihm geschenkt bekommen hatte.

Rednerliste Doch nicht nur sie befand sich unter den zahlreichen Rednern. Auch Bürgermeister Michael Bauer, der Schulleiter der Georg-Fahrbach-Schule, Jochen Scheufler, Gerlinde Noack vom Vorstand des Schwäbischen Albvereins im Hohenlohegau, der Vertreter der Criesbacher Vereine, Eberhard Langer, und nicht zuletzt Eberhard Fahrbach würdigten das Werk des Criesbacher Ehrenbürgers. Ganz besonders Eberhard Fahrbach zeigte sich gerührt und stolz zugleich angesichts der Tatsache, "wie tief die Bedeutung unseres Vaters hier verwurzelt ist".