Ein Leben für Motoren und Ventilatoren

Unternehmer Karl Rosenberg feierte gestern seinen 65. Geburtstag

Ein Leben für Motoren und Ventilatoren
Vom kleinen Industriebetrieb zur global agierenden Firma: Der Hohenloher Unternehmer Karl Rosenberg feierte gestern seinen 65. Geburtstag.Foto: privat

Künzelsau - Am Sonntag feierte der Hohenloher Unternehmer Karl Rosenberg seinen 65. Geburtstag. An den Ruhestand denkt er aber noch keineswegs. Die Arbeit ist mehr denn je sein größtes Hobby, und daran wird sich auch in den kommenden Jahren so schnell nichts ändern.

Bereits in jungen Jahren entwickelte Rosenberg das typische Gespür eines erfolgreichen Verkäufers. Nach dem Besuch der Volksschule und anschließender Weiterbildung in der Handelsschule startete er eine kaufmännische Ausbildung bei Ziehl-Abegg. Hier wurde bei ihm sofort die Leidenschaft für Motoren und Ventilatoren geweckt. Mit Begeisterung und Engagement übernahm Karl Rosenberg nach dem Abschluss der Ausbildung und einem Betriebswirtschaftsstudium die Erschließung und den Aufbau des Ventilatorenmarktes für Ziehl-Abegg in Europa.

Durchstarter Im Alter von 27 Jahren wurde er Vertriebschef des Hohenloher Ventilatorenbauers. Ständig auf der Suche nach neuen Herausforderungen fand sich schließlich der Weg in die Selbstständigkeit. Entgegen kam ihm die enge Verbindung zu Klaus Isaak, mit dem er bereits Jahre zuvor die LTI Berlichingen gründete.

Die Erfahrungen der zurückliegenden Jahre nutzte Rosenberg geschickt und begann nun mit der Montage und dem Vertrieb von eigenen Ventilatoren. Die ersten Jahre mit der eigenen Firma waren eine überaus harte und kraftraubende Zeit, erinnert sich Karl Rosenberg. Die Visionen, sowie die starke Willens- und Tatenkraft des Chefs und seiner Belegschaft, halfen der jungen Firma über die ersten Jahre.

Schnell stieg der Umsatz und die Zahl der Mitarbeiter an. Schon bald musste man über eine räumliche Vergrößerung der Firma nachdenken. Rosenberg investierte wiederum am Gründungsstandort in Künzelsau-Gaisbach, um einen neuen Produktions- und Verwaltungsbereich anzubauen. Um die Abhängigkeit vom Außenläufer-Motor zu reduzieren, begann Rosenberg ab 1990 mit der Entwicklung und Produktion von Kastenklimageräten. Hierfür wurde abermals in eine neue Montagehalle investiert. Die Produktionskapazitäten im Stammhaus Künzelsau reichten in den darauf folgenden Jahren aufgrund steigender Auftragszahlen nicht mehr aus. Deswegen wurden zwei zusätzliche Produktionslinien in Tschechien und Ungarn aufgebaut.

Expansion Im Jahre 1994 übernahm Rosenberg die Mehrheitsbeteiligung am französischen Motoren- und Ventilatorenhersteller Ecofit. Im Jahr 2001 eröffnete Rosenberg eine neue Produktionsplattform für Klimageräte in Glaubitz bei Riesa-Großenhain.

Parallel zur stetigen Entwicklung der Fertigungswerke gründete der Hohenloher Unternehmer in den letzten Jahren mehr als 30 Niederlassungen und Vertriebsgesellschaften weltweit. Aus dem einst kleinen Industriebetrieb hat sich im Laufe der Jahre eine global agierende Unternehmensgruppe mit 1400 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von knapp 150 Millionen Euro entwickelt. red