Chef und Bauer ziehen nach Ingelfingen

Neue Situation für Gemmrigheimer Bürgermeisterin

Von Claudia Schönberger

Chef und Bauer ziehen nach Ingelfingen
Am Sonntagabend überreichte Bürgermeister Wolfgang Schneider dem Wahlsieger Michael Bauer und seiner Lebensgefährtin einen Blumenstrauß. Für die Familie beginnt nun bald eine neue Ära. (Foto: Wendelin Schmidt)

Von Claudia Schönberger

Bislang arbeitet der 39-Jährige als Bauamtsleiter in Gemmrigheim. Am Sonntag setzte er sich, wie berichtet, überraschend im ersten Wahlgang mit 55,9 Prozent der Stimmen gegen sieben Mitbewerber durch. „Ich bin überglücklich“, freute er sich am Montag im Gespräch mit unserer Zeitung.

Bereits im April 2005 hatte sich Bauer in Heimsheim (Enzkreis) für den Chefsessel im Rathaus beworben, im ersten Wahlgang aber nur 8,3 Prozent bekommen. Im zweiten trat er nicht mehr an.

Eines seiner Wahlversprechen in Ingelfingen: Seine Familie werde mit ihm in die 5900-Einwohner-Stadt im Hohenlohekreis ziehen. „Dazu stehen wir“, erklärte Monika Chef, die im März für die FDP in den Landtag gewählt wurde. „Meine zweite Amtszeit in Gemmrigheim dauert noch bis zum Jahr 2010, danach werde ich sie beenden und mich auf mein Landtagsmandat konzentrieren“, so die 47-Jährige.

Das sei im Familienrat, gemeinsam mit ihrem achtjährigen Sohn Alexander und Michael Bauers 14-jährigem Sohn Pascal, so beschlossen worden. „Die Kinder freuen sich sehr mit uns“, so Monika Chef. Dass Ingelfingen eine „wunderschöne Weinbaugemeinde ist, hat uns die Entscheidung erleichtert“.

Doch jetzt beginnt erst einmal die Zeit des Pendelns und auch der Wohnungssuche. 60 Kilometer liegt Ingelfingen von Gemmrigheim entfernt. Das bedürfe guter Organisation, weiß Monika Chef, besonders bei einem Paar, bei dem beide Partner Bürgermeister sind. Doch sie ist optimistisch: „Manche Dinge werde ich mir einfach freikämpfen, man muss nicht jede Verpflichtung wahrnehmen.“

Einen Hochzeitstermin gibt es noch nicht. Monika Chef: „Jetzt ist erstmal seine berufliche Laufbahn wichtig. Wenn wir uns in der neuen Situation akklimatisiert haben, werden wir auch privat weiterdenken.“