Dieser Sommer machte alle glücklich

Künzelsau  Die Veranstaltungsreihe der Stadt Künzelsau erntet viel positive Resonanz von den Besuchern. Auch Gastronomen, Vereine und Bands sind hochzufrieden.

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Ein Beispiel für die bunte Vielfalt beim Sommer in der Stadt: Griechische Tänze sorgten für heitere Stimmung.

Foto: Tamara Ludwig

Vergangenes Jahr wurde die Veranstaltungsreihe Sommer in der Stadt quasi "aus der Not geboren", erinnert sich Renate Kilb. Sie ist in der Künzelsauer Stadtverwaltung für das Kulturangebot zuständig und hat sich in der Corona-Zeit Gedanken gemacht, wie man den Menschen, die nicht in Urlaub fahren können, etwas Gutes tun kann. "Musik, Sand, Liegestuhl" - aus diesen Zutaten entstand der Sommer in der Stadt. Die zwölf von Gastronomen unterstützten Events kamen so gut an, dass die Reihe dieses Jahr deutlich ausgeweitet wurde: auf 31 Veranstaltungen, zudem wurden auch die Vereine mit ins Boot genommen.

Oft waren alle Plätze besetzt

"Das war ein voller Erfolg", freut sich Renate Kilb, nachdem der Sommer in der Stadt am vergangenen Freitag mit dem Auftritt der Band Keep Alive in der Hauptstraße seinen Abschluss gefunden hat. "Die Vereine waren begeistert", kann sie berichten. Zwar sei alles eine Nummer kleiner als beim leider wieder abgesagten Stadtfest, aber in Relation dazu "passt das" vom Aufwand her. Und auch die Besucher haben die Veranstaltungen angenommen - da ausschließlich Sitzplätze angeboten werden konnten, musste viele, die nicht gleich zu Beginn vor Ort waren, wieder nach Hause gehen, weil längst alle Plätze besetzt waren.

Ein bunt gemischtes Programm

Ob von Besuchern, Gastronomen oder Vereinen, man habe durchweg positive Resonanz bekommen, sagt Renate Kilb. Dazu hat sicher auch das bunt gemischte Programm beigetragen, das viele Geschmäcker angesprochen haben dürfte. "Es war für jeden etwas dabei, das war mir wichtig", bestätigt die Organisatorin. Von der Stadtkapelle über Countrymusik oder einen DJ bis hin zu fetzigen Hardrockklängen. "Bei Rockfever hat der Untere Markt gebebt", sagt Renate Kilb mit einem Schmunzeln.

Für 2022 wird schon geplant

Klar bei so viel positivem Feedback: "Wir fangen jetzt schon mit den Planungen für 2022 an." Von Oktober bis Mai soll es jetzt wieder die monatliche KÜNightLive geben. Los geht es am Mittwoch, 6. Oktober, 19 Uhr, mit der Band Second Spring im Rathaus, darauf wird dann der nächste Sommer in der Stadt folgen. "Hoffentlich", so Renate Kilb, dann mit weniger Corona-Vorgaben und damit noch ein bisschen leichter für alle Beteiligten zu stemmen.

Gute Stimmung beim SV Gaisbach

"Das war für uns eine gelungene Veranstaltung", sagt Christian Schwarz vom Festausschuss des SV Gaisbach, der am Unteren Markt die Bewirtung übernommen hatte, als DJ Bott auflegte und der Kabarettist Bernd Kohlhepp alias Herr Hämmerle auftrat. "Es war gut besucht", auch weil das Wetter mitspielte, und die Stimmung sei ebenso gut gewesen. Die aktiven Fußballer hätten aus ihrer Arbeitsschicht gleich "einen kleinen Mannschaftsabend" gemacht. Insgesamt, so Schwarz, waren pro Tag gut 15 Helfer des Vereins im Einsatz. "Das hat gepasst", lautet sein Fazit.

Lob für die Stadt

Josef Sotirelis von der Alten Schmiede zeigt sich ebenfalls hochzufrieden. "Das war gut, sehr gut", sagt der Gastronom über den Sommer in der Stadt. Ob Michael Breitschopf, Freddy Hrubesch oder die Band Shadows Revenge, alles sei "sehr gut angenommen worden". Im Vergleich zum vergangenen Jahr sei es "vielleicht sogar noch einen Tick besser" gelaufen, findet Sotirelis. Sein Lob gilt der Stadt und speziell Renate Kilb dafür, "wie sie sich engagiert". Dank der Veranstaltungsreihe sei endlich mal wieder etwas in der Stadt los gewesen.

Endlich wieder Live-Musik

"Wir waren richtig geflasht", blickt Andreas Lang von der Band Lazy Monkeys auf einen gelungenen Auftritt Mitte August am Unteren Markt zurück. "Für uns war es genial, dass wir uns mal wieder zeigen durften." Hat die Truppe üblicherweise um die 15 Konzerte im Jahr, waren es 2021 leider nur zwei. Das Publikum sei dann auch "richtig dankbar" gewesen, endlich wieder Live-Musik serviert zu bekommen, das sei auf die Band übergesprungen. "Ich finde es toll, dass die Stadt auch kleineren Bands eine Chance gibt, dabei zu sein", sagt Lang und hofft, dass das für die Lazy Monkeys auch nächstes Jahr wieder gilt.


Armin Rössler

Armin Rößler

Armin Rößler, geboren in Heilbronn, aufgewachsen in Untereisesheim, schreibt nach über dreißig Jahren im badischen Exil seit 1. Juli 2020 für die Hohenloher Zeitung.

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