Die Sommerschulen in Hohenlohe waren gut besucht

Hohenlohe  Während einige Kinder noch mit ihrer Familie im Urlaub sind, sind andere schon wieder in der Schule - zum Teil seit mehreren Wochen. Denn das Angebot der Sommerschulen ist beliebt. Es soll den Schülern helfen, gut ins neue Schuljahr zu starten.

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Basteln kommt nicht zu kurz: Die Sommerschule an der Richard-Wagner-Schule in Künzelsau zeigt den Kindern, das Lernen Spaß machen kann und den Vorschülern nimmt sie die Aufregung vor ihrem ersten Jahr.

Foto: Katrin Draskovits

Es ist die letzte Woche der Sommerferien. Während einige Schüler noch mit ihrer Familie im Urlaub sind, sind die ersten Kinder schon wieder zurück in der Schule - manche, wie in Künzelsau, bereits seit drei Wochen.

Denn auch in diesem Jahr gab es wieder das Angebot der Sommerschulen in der Region.

Mehr Anmeldungen zur Sommerschule als sonst

Fast 30 Kinder, vom Vorschulalter bis zur sechsten Klasse, sind in der letzten Woche in der Georg-Wagner-Schule in Künzelsau mit dabei. "Es waren dieses Jahr auffällig mehr Anmeldungen als sonst", sagt Barbara Schütz, die bei der Stadt für die Ganztagesbetreuung zuständig ist. Eines der Kinder ist die siebenjährige Emily. "Wir haben gerade ein Boot gebaut", erzählt sie und zeigt stolz auf ihr Werk aus Papier. Die Zweitklässlerin ist nicht zum ersten Mal bei der Sommerschule, genau wie ihre Freundin Anna. "Wir kennen uns schon aus der Krabbelgruppe", erzählen sie. Normalerweise haben die beiden keinen gemeinsamen Unterricht, denn Anna geht auf die Georg-Wagner-Schule, Emily besucht die Schule auf den Taläckern.

Genau das ist der große Pluspunkt der Künzelsauer Sommerschule, findet Schütz. "Die Schüler kommen aus dem ganzen Gebiet, nicht nur von einer Schule." Einen weiterer Vorteil sieht sie in dem Angebot für Vorschüler. "So können die Kindergartenkinder schon mal sehen, wie es denn in einer Schule aussieht, bevor sie bald in ihr erstes Schuljahr starten."

Öhringer Sommerschulangebot für Jugendliche

An der Öhringer Richard-von-Weizsäcker-Schule richtete sich das Sommerschulangebot in der letzten Ferienwoche an ältere Schüler. Eine Woche lang lernten 35 Jugendliche vormittags in den Kernfächern und wurden nachmittags auf erlebnispädagogische Weise an wichtige Themen herangeführt.

Zusammenarbeit, sich etwas zutrauen - das wird hier vermittelt. Das Ziel: Den Übergang an das berufliche Gymnasium erleichtern, die neue Schule kennenlernen und den Jugendlichen zeigen, "dass wir als Lernbegleiter stets für sie da sind", sagt Stana Tokovic, Koordinatorin der Öhringer Sommerschule.

In Künzelsau findet in diesem Jahr parallel zur Sommerschule die Lernbrücke statt. So besuchen einige der Schüler am Vormittag die Sommerschule und nach dem Mittagessen die Lernbrücke, die nur ein Stockwerk höher stattfindet. "Das ist schon ein gutes Angebot, auch für die Eltern", findet Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann. "Es kann sich nicht jeder leisten, drei Wochen am Stück seine Kinder zu Hause zu betreuen." Und die Kinder scheinen das Angebot begeistert anzunehmen. "Ich mag das lieber als normale Schule", sagt Lilly.

Spaß am Lernen steht im Mittelpunkt

Die älteren Kinder schreiben gerade einen kurzen Aufsatz über Künzelsaus Sehenwürdigkeiten. Doch Deutsch, Mathe, Englisch und Geschichte lernen ist nur ein Teil der Sommerschule. Im Mittelpunkt steht bei allem der Spaß, wie Barbara Schütz betont. Das zeigt sich schon am Unterricht, der lockerer abläuft als sonst, aber vor allem beim Programm danach: Wasserschlacht, Kino, eine Stadt-Rally durch Künzelsau - in den vergangenen drei Wochen war so einiges geboten.

Was dabei auch nicht fehlen darf, sind die Ausflüge. "Wir waren bei einem Imker", erzählt etwa eines der Vorschulkinder, die gerade im Innenhof im Kreis sitzen. Die meisten waren während des Sommerprogramms zum ersten Mal in einer richtigen Schule - und sind begeistert. Die Vorfreude auf das erste Schuljahr ist groß, auch, weil die Schultüten schon zu Hause stehen.

 


Draskovits

Katrin Draskovits

Autorin

Katrin Draskovits arbeitet seit 2019 bei der Heilbronner Stimme. Seit Juni 2021 ist sie Redakteurin bei der Hohenloher Zeitung und dort vor allem im Jagsttal unterwegs.

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