Hohenloher ist bei der Ehrung von Blutspendern in Berlin dabei

Schöntal  Der Hohenloher Manfred Schuster wird am Internationalen Weltblutspendertag vom Deutschen Roten Kreuz in Berlin geehrt. Schon als Kind wollte er bei den Blutspendeaktionen immer dabei sein.

Von Sarah Arweiler

Blutspenden: 51 Liter, die Leben retten

Manfred Schuster aus Schöntal mit seinen Kindern beim Familienausflug. Der 44-Jährige spendet seit 25 Jahren regelmäßig bis zu sechs Mal im Jahr beim Deutschen Roten Kreuz sein Blut.

Foto: privat

Blutspenden ist für Manfred Schuster so wichtig wie der Christbaum an Weihnachten. Schon als Kind begleitet er seinen Vater regelmäßig, wenn sich dieser für Menschen, die es dringend brauchen, Blut abzapfen lässt.

Der junge Schuster sitzt daneben und schaut zu, wie der Beutel sich mit dem roten Saft des Vaters füllt. "Ich habe mir immer gedacht: Wenn ich erwachsen bin, will ich auch Blut spenden", erinnert sich der Schöntaler. Am Freitag, am Internationalen Weltblutspendertag, wird Manfred Schuster vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) als Blutspender geehrt.

Pausieren aus gesundheitlichen Gründen

Ein guter Bekannter, der selbst beim DRK ehrenamtlicher Helfer ist, hat Schuster für diese Ehrung vorgeschlagen. Der 44-Jährige hat mittlerweile 102 Mal bei den Blutspende-Aktionen des DRK auf der Pritsche gelegen - das ergibt insgesamt 51 Liter Blut. Während des Wehrdienstes musste er pausieren, später auch aus gesundheitliche Gründen, sonst wäre die Zahl noch höher.

"Ich habe immer noch Respekt, wenn sie in die Ader stupfen", sagt Schuster. Aber wenn es läuft, ist er entspannt und lässt die Gedanken schweifen. "Einmal bin ich sogar kurz eingenickt." Schwindel oder ein mulmiges Gefühl im Magen beim Aufstehen - nicht bei Manfred Schuster.

Seit 25 Jahren geht Schuster zu den Spende-Aktionen des DRK. Im Internet schaut er, wo die nächsten Termine in der Nähe sind. Anfangs vier Mal, mittlerweile sechs Mal pro Jahr, das nimmt sich Manfred Schuster fest vor. "Obwohl es so wichtig ist, machen es nur wenige Leute regelmäßig. Das verstehe ich nicht." Jeder sei doch froh, wenn ihm nach einem Unfall mit fremdem Blut geholfen werden könne.

Schuster besitzt die begehrte Blutgruppe

Manfred Schuster hat die Blutgruppe 0 Rhesus negativ - er gilt damit als Universalspender. Sein Blut kann mit allen anderen Blutgruppen und mit positivem oder negativem Rhesusfaktor gemischt werden. Man schätzt, dass nur sechs Prozent der deutschen Bevölkerung die Blutgruppe 0 Rhesus negativ besitzen.

Laut DRK werden zwölf Prozent aller Blutreserven nach schweren Unfällen im Straßenverkehr oder beim Sport gebraucht. Mit 19 Prozent den höchsten Bedarf an fremden Blut haben Krebspatienten. Insbesondere für Leukämie-Erkrankte sind die Bluttransfusionen überlebenswichtig.

 


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