Hohenlohe: Skepsis gegenüber neuer Klinik-Geschäftsführung

Region  Wie berichtet, wird die Geschäftsführung bei der Hohenloher Krankenhaus gGmbH erweitert. Klar, dass dies das bestimmende Thema bei der allwöchentlichen Mittwochsdemonstration in Künzelsau war.

Von Barbara Griesinger

„Toth ist weg. Das Leben geht weiter“ fasst der Sprecher der Bürgerinitiative „Wir sind HK“, Andreas Eckle, die Veränderungen in der Geschäftsführung der Hohenloher Krankenhaus gGmbH zusammen. Dass mit der Econo Medic ein Unternehmen mit in die Klinikgeschäftsführung geholt wird, das mit der Beraterfirma Oberender und Partner, die für die Heilbronner SLK-Kliniken und die Regionale Gesundheitsholding Heilbronn-Franken (RGHF) arbeitet, gefällt der BI gar nicht.

Für Eckle heißt das im Klartext: „Es kommt ein Abwickler her.“

Landrat Dr. Matthias Neth wirft er vor, keine Verantwortung für das kommunale Krankenhaus übernehmen zu wollen. Für die BI ist das erst recht ein Grund, mit ungeminderter Vehemenz für den Krankenhauserhalt weiterzukämpfen. An der gestrigen Mittwochsdemonstration hat sich auch die Feuerwehr Künzelsau beteiligt, die mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor Ort war. Über die Anzahl der Demonstranten gehen die Meinungen auseinander. Während die Polizei von rund 500 Menschen ausgeht, haben die Initiatoren der BI die Menschenmenge auf rund 1200 Personen geschätzt.

Wie geht es weiter?

Sicher ist, dass der Vorplatz vor dem Krankenhaus auf jeden Fall zur Hälfte dicht gedrängt von Demonstranten bevölkert war. Ob tatsächlich mehr als 1000 Hohenloher an der Kundgebung teilnehmen, scheint eher fraglich. Auch der Künzelsauer Bürgermeister Stefan Neumann nimmt seine zunächst positive Einschätzung der angekündigten Veränderungen im Krankenhaus-Management zurück. Er unterstreicht, dass vor der Kreistagssitzung im Januar, in der festgelegt werden soll, mit welchem Konzept es am Hohenloher Krankenhaus weitergehen soll, an den Krankenhäusern keine neuen Fakten geschaffen werden.

Nichts geändert hat sich deshalb auch an den Forderungen der BI: Ausstieg aus der RGHF, Standortsicherung für zwei starke Krankenhausstandorte in Künzelsau und Öhringen, der Erhalt der Stroke Unit in Künzelsau und der sofortige Stopp der Bettenzusammenlegung am Künzelsauer Krankenhaus, wo ohne Not die Patienten in Vier-Bett-Zimmern zusammengedrängt würden.