Großer Batteriepuffer bei Kupferzell geplant

Kupferzell  Standort der größten Pilotanlage einer neuartigen Speichertechnologie im Stromnetz soll Kupferzell werden. Damit wollen die Stromnetzbetreiber verhindern, dass es künftig zu Blackouts kommt. Noch ist es aber nicht so weit.

Von Heiko Fritze

Umspannwerk Kupferzell
Kupferzell ist durch seine Anbindung Richtung Norden, Westen und Süden ein wichtiger Knotenpunkt im Stromnetz. Foto: Archiv/Renk

Im Hohenlohekreis soll die größte von fünf neuartigen Anlagen entstehen, mit denen künftig ein Blackout des Stromnetzes verhindert werden soll. Das teilte ein Sprecher des Netzbetreibers Transnet-BW mit. Der sogenannte Netzbooster mit 500 Megawatt Leistung soll im Zuge des Umbaus des deutschen Stromnetzes bis 2025 in Betrieb gehen. Daneben sind noch je zwei Anlagen mit 300 Megawatt, davon eine bei Ludwigsburg-Hoheneck, sowie je zwei mit 100 Megawatt geplant.

Fünf Standorte in ganz Deutschland

Die Netzbooster-Technologie existiert bislang nur auf dem Papier. In Kupferzell sowie an den vier anderen Standorten, neben Ludwigsburg bei München, bei Osnabrück und bei Rendsburg, sollen daher die Pilotanlagen starten. Kupferzell sei ausgewählt worden, weil dort Leitungen aus Norddeutschland vor allem bei hoher Windeinspeisung hoch ausgelastet sind. "Das sehen wir bereits heute", hieß es.

Langwieriges Planungsverfahren

Der Netzknoten Kupferzell ist durch seine Anbindung Richtung Norden, Westen und Süden für ein solches Pilotprojekt besonders geeignet, erläuterte der Sprecher. Das Vorhaben wird im Rahmen des neuen Netzentwicklungsplans bearbeitet. Daher gibt es bis 4. März zunächst eine allgemeine Frist für Stellungnahmen und anschließend einen zweiten Entwurf, der an die Bundesnetzagentur geht. Sobald aus deren Plan ein Gesetz erstellt und in Kraft getreten ist, kann Transnet-BW mit dem Bau an dem Projekt beginnen. Unabhängig davon plant der Netzbetrieber bereits den Ausbau der Hochspannungsleitung zwischen Kupferzell und Großgartach.

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