Berner feiert 60 Jahre Unternehmensgeschichte

Künzelsau  Mit einer emotionalen und humorvollen Zeitreise feiert das Künzelsauer Unternehmen das 60-jährige Bestehen. Vom Konzernchef gibt es eine klare Vorgabe für die Zukunft: das Unternehmen soll das profitabelste in der Branche werden.

Von Thomas Zimmermann
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Firmengründer Albert Berner mit Moderatorin Dorothee Gelmar.

Mein Traum war immer eine liebe Frau, ein Auto, ein Haus und eine Schraubenhandlung“, sagt Albert Berner in seiner typischen Art. Dass er das und weit mehr erreicht hat, lässt er sich auch am Tag des 60. Firmenjubiläums nicht anmerken.

Die Zeitreise durch 60 Jahre Firmengeschichte führt in die Nachkriegsjahre, als viele der typischen Hohenloher Erfolgsgeschichten begannen, die diese Zeit schreibt.

Lehre und Selbständigkeit  

Albert Berner und Reinhold Würth gehen zusammen auf die Schule. Später beginnen beide eine Lehre bei Adolf Würth, der in Künzelsau eine kleine Schraubenhandlung betreibt. Als der Vater 1954 stirbt, übernimmt der 19-jährige Reinhold Würth das Geschäft und baut es zu einem Weltkonzern aus. Albert Berner, voller Tatendrang, tut es ihm am 1. April 1957 nach – ebenfalls mit einer Schraubenhandlung in Künzelsau.

Gedacht habe er sich nicht viel dabei. „Wenn ich Pleite gegangen wäre, dann wär ich wieder zu Würth zurückgegangen“, erzählt er den lachenden 120 Ehrengästen. Doch Berner geht nicht pleite, arbeitet viel und baut seine Firma kontinuierlich aus.

Als sein Sohn Christian Berner 2012 in die Fußstapfen seines Vaters tritt, hat das Unternehmen rund 9000 Mitarbeiter in mehr als 25 Ländern und macht eine Milliarde Euro Umsatz. „Es ist die Kontinuität traditioneller Werte auf die die Familie Berner ihre Unternehmenskultur aufgebaut hat“, lobt Festredner Professor Brun-Hagen Hennerkes, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Familienunternehmen.

Arbeitsplätze und Ziele

Christian Berner, Ceo der Berner Group.

„Wir sind dankbar, dass wir das Unternehmen im Landkreis haben“, freut sich der Hohenloher Landrat Dr. Matthias Neth. „Vielen Dank, dass ihr hier so viele Arbeitsplätze geschaffen habt“, ergänzt der Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten.

Christian Berner, der tapfer gegen seine starke Erkältung ankämpfte, wirft den Blick vor allem in die Zukunft. „Als Familienunternehmen haben wir den Zwang zu Veränderungen als dickes Paket für die Tür gelegt bekommen“, betont der neue Firmenchef. Und dieser Veränderungsprozess sei in vollem Gange, betont der 33-jährige. „Sei ehrlich, sei hungrig, sei verantwortungsbewusst, lautet sein Motto, mit dem er Berner in die Zukunft führen will. Und seine Ziele sind ehrgeizig. „Wir wollen und werden die Berner Group zu einem der profitabelsten Unternehmen der Branche ausbauen“, verspricht er.

500.000 Euro für soziale Projekte

Doch auch das Feiern soll im Jubiläumsjahr nicht zu kurz kommen. Die Geschenke bekommen aber andere. Im Laufe des Jahres sollen 60 soziale Projekte in Europa mit mehr als 500.000 Euro gefördert werden. „Vermögen heißt Verantwortung. So haben es mir meine Eltern vorgelebt“, begründet Christian Berner das Engagement. Gefördert werden soll der Bau mobiler Hütten für Obdachlose in Köln genauso, wie der Kindergarten Thaläcker. Diese sozialen Projekte werden zusätzlich von Berner-Mitarbeitern betreut. Getreu dem Anspruch: verantwortungsbewusst denken.

 


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