Gerst bringt Weltraum-Kollegen zur Party mit

Künzelsau  Die Riesensause in der hohenlohischen Kreisstadt wird am 9. Mai auf den Wertwiesen steigen. Am Programm wird zurzeit gefeilt. Der Hohenloher Astronaut Alexander Gerst bringt jedenfalls besondere Gäste mit: Reid Wiseman und Maxim Surajew. Mit beiden war er im All.

 

Es dauerte lange, bis Stefan Neumann bei der traditionellen Bürgerversammlung am Aschermittwoch die Katze aus dem Sack ließ. Erst im zweiten Teil der einstündigen Veranstaltung gab der Künzelsauer Bürgermeister den Samstagstermin am 9. Mai offiziell bekannt. „Wir werden zunächst am Nachmittag Alexander Gerst in der Stadthalle die Ehrenbürgerwürde verleihen und ab 18 Uhr auf den Wertwiesen die Riesenparty steigen lassen“, verkündete Neumann den rund 350 Bürgern in der vollbesetzten Stadthalle.

Dazwischen soll noch der Grundstein für die geplante Alexander-Gerst-Sternwarte gelegt werden. Dem Bau muss aber der Gemeinderat noch zustimmen.

Sicherheitskonzept

Pläne, die Party rund um die Hauptstraße in der Innenstadt zu feiern, ließen sich nicht verwirklichen. „Auf den Wertwiesen können wir das nötige Sicherheitskonzept besser umsetzen“, so Neumann. Denn längst ist Alexander Gerst ein Superstar, mit allen Begleiterscheinungen.

Und zur Freude der Stadt wird Astro-Alex auch noch seine Kollegen im All, den US-Astronauten Reid Wiseman und den russischen Kosmonauten Maxim Surajew, mit in seine Heimatstadt bringen. „Das wird die einzige große Freiluft-Veranstaltung mit Alex in Deutschland sein“, betonte Stefan Neumann stolz.

Möglich wurde dieser Event auch, weil ESA und DLR bei der Künzelsauer Live-Schaltung ins All begeistert waren, wie die Stadt diese Großveranstaltung meisterte. Am 4. September 2014 hatte sich die Künzelsauer Hauptstraße in eine heitere Public-Viewing-Zone mit 5000 Menschen verwandelt. Der stimmungsvolle Live-Call zu einem fröhlichen und gut gelaunten Alexander Gerst war 2014 der absolute Höhepunkt in Künzelsau.

Programm

Am Programm für die damals versprochene Riesenparty wird derzeit fieberhaft gearbeitet. „Wir sind noch auf der Suche nach einem Highlight, Ideen gibt es genug, aber fix ist noch nichts“, erklärt die stellvertretende Hauptamtsleiterin der Stadt, Christiane Bergdolt. Gerüchte, wonach es Bemühungen gibt, zu diesem Termin auch Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Künzelsau zu holen, mochte niemand bestätigen. Schließlich laufen in Sachen Feier die Fäden beim Hohenloher Bundestagsabgeordneten Christian von Stetten zusammen.

Die Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren. Genauere Informationen zum Ablauf gibt es in den kommenden Wochen auf www.kuenzelsau.de/gerst.

 

Zur Person: Alexander Gerst

Alexander Gerst war der elfte Deutsche im All. Er hat in Karlsruhe Geophysik studiert und forschte an der Universität Hamburg. Auf den Beruf als Astronaut habe er nie gezielt hingearbeitet, sagt der Mann mit dem kahlgeschorenen Kopf. Die Bewerbung bei der Europäischen Raumfahrtagentur Esa sei „ein Versuch“ gewesen. Dort setzte sich der am 3. Mai 1976 in Künzelsau geborene Gerst gegen mehr als 8400 Konkurrenten durch. Besonders schwer fiel ihm die Trennung von seiner Freundin, einer Physikerin. 

 

Bereits im September 2014 herrschte tolle Stimmung in Künzelsau, als der Hohenloher Astronaut live aus dem All mit der Heimat sprach. 


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