Die ganze Welt ist himmelblau

Öhringen - Operette "Im weißen Rössl" bereitet Publikum in der Kultura einen vergnüglichen Abend

Von Regina Koppenhöfer
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Heinz Hellberg und Heidi Brandstetter überzeugten als Zahlkellner Leopold und Rössl-Wirtin Josepha in der Öhringer Kultura.Foto: Regina Koppenhöfer

Öhringen - Freunde der Operette hatten in der Kultura ihren Spaß. Mit dem Singspiel "Im weißen Rössl", einer Operette in drei Akten von Ralph Benatzky in einer Inszenierung von Heinz Hellberg, gastierte die Operettenbühne Wien in Öhringen.

Unterhaltsame Kurzweil bot das 55-köpfige Ensemble den rund 300 Operettenfans. Ein Orchester mit mehr als 20 Musikern, sechs Balletttänzer und ein zehnköpfiger Chor boten eine turbulente Inszenierung mit vielen Evergreens. Dazu trat eine Reihe Solisten auf.

Unsterblich verliebt

Rund um den liebestrunkenen Zahlkellner Leopold und einige amouröse Abenteuer drehte sich das muntere Treiben auf der Bühne. Leopold, köstlich dargestellt von Heinz Hellberg, ist der Oberkellner im berühmten Weißen Rössl am Wolfgangsee. Er ist unsterblich in seine Chefin, die Rössl-Wirtin Josepha (Heidi Brandstetter), verliebt. Die ist - zumindest am Anfang - einem anderen zugetan.

Rund zweieinhalb Stunden lang singt, spielt und tanzt sich das Wiener Ensemble in die Herzen der Zuschauer. Mit Evergreens wie "Die ganze Welt ist himmelblau", "Zuschaun kann i net, zuschaun mog i net" oder "Im weißen Rössl am Wolfgangsee, da steht das Glück vor der Tür" erfreut es den Saal.

Zum Publikumsliebling in einer Nebenrolle avanciert Rita Hatzmann als munterer Kellner Gustl. Mal gibt Hatzmann den Piccolo des Weißen Rössl eher damisch, dann auch wieder knitz und vorlaut, immer aber erntet sie fröhliches Lachen vom Öhringer Publikum. Und am Ende des Abends fügt sich alles zum Guten: Der Leopold bekommt seine Josepha und obendrauf wird er neuer Chef des weißen Rössls, "dem Erholungsplatz für angegriffene Nerven".

Für die heitere Aufführung in schönem Bühnenbild dankte das Publikum den Sängern, Tänzern und dem Orchester mit lautem, langanhaltendem Beifall. Zuschauerin Irene Huber war voll des Lobes. Bereits in der Pause meinte sie: "Mir gefällt es sehr gut. Die Lieder kennt man. Das ist schön." Bei Erika Weidner kam der Abend ebenso gut an. Schmunzelnd gestand sie: "Ich habe auch mitgesungen."


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