Blonde Arztpraxis entzückt Netzgemeinde

Schwäbisch Hall - Der Schwäbisch Haller Zahnarzt Dr. Klaus Löhlein ist über Nacht zum wohl populärsten Zahnarzt Deutschlands geworden. Sein Praxisteam besteht ausschließlich aus jungen, blonden Frauen, wie auf seiner Webseite unschwer zu erkennen ist.

Von Adrian Hoffmann

Dieses Foto von der Webseite der Praxis verbreitet sich derzeit im sozialen Netzwerk Facebook und sorgt bundesweit für Aufsehen. Foto: Zahnarztpraxis Dr. Klaus Löhlein

 

Schwäbisch Hall - Der Schwäbisch Haller Zahnarzt Dr. Klaus Löhlein ist innerhalb von wenigen Tagen zum wohl populärsten Zahnarzt Deutschlands geworden. Sein Praxisteam besteht ausschließlich aus jungen, blonden Frauen, wie auf seiner Website unschwer zu erkennen ist – ein Facebook-Nutzer aus Berlin kopierte das Teamfoto, stellte es in Facebook und fragte: „Wer kann die Vorliebe dieses Zahnarztes erkennen?“

Foto auf Facebook

Die Folge: Das Foto wurde in dem sozialen Netzwerk bis Donnerstagnachmittag bereits mehr als 1500 Mal geteilt und hatte 6000 Gefällt-mir-Klicks. Tendenz steigend. Das Telefon in der Praxis steht seither nicht mehr still. Neue Patienten (männliche) rufen an, etliche Fans, etliche Journalisten.

Dr. Löhlein nimmt den Trubel noch ganz locker, obwohl das alles zunehmend anstrengender wird. „Wenn man so einen vollen Arbeitstag hat, ist das schon ein bisschen viel“, sagt der Zahnarzt in einem hektischen Drei-Minuten-Telefonat mit der Heilbronner Stimme – der nächste Patient wartet.

Dabei sei das doch bloß Zufall gewesen. Er habe sein Team nicht bewusst blond aufgestellt, sagt er. „Eine kennt die andere. Und die wissen, dass man bei mir gut arbeiten kann.“

Arzthelferin verwundert

Eine 25-jährige Arzthelferin aus dem Praxisteam ist verwundert über das Ausmaß des Facebook-Postings. „Ein paar lustige Kommentare sind ja okay“, sagt sie – leider kursiere im Internet aber auch schon einiges Negatives. „Das geht teilweise unter die Gürtellinie.“ Sie habe ihren richtigen Namen in ihrem eigenen Facebookprofil deshalb sogar geändert, weil ihr das unheimlich wurde, sagt sie.

„Eigentlich sind wir gar nicht mehr alle blond“, erzählt sie weiter. Zwei von ihnen seien mittlerweile brünett und bald kommt eine neue Kollegin ins Team hinzu. Und die sei Italienerin und dunkelhaarig.

„Ich habe ein bisschen Angst, was da noch kommen wird“, sagt Dr. Löhlein nach einem stressigen Gründonnerstag.