Privatinvestor übernimmt die Südwestbank

DZ Bank verkauft ihre Mehrheit

Von Jürgen Paul

Die Südwestbank AG (Stuttgart) wechselt den Besitzer. Die Frankfurter DZ Bank hat ihre Mehrheitsbeteiligung von 89,6 Prozent an die Stuttgarter Santo Holding GmbH verkauft. Hinter dem Investor verbirgt sich eine Beteiligungsgesellschaft der mittelständischen Familienunternehmer Andreas und Thomas Strüngmann, denen unter anderem der Arzneimittelhersteller Hexal gehört. Santo ist bislang nicht im Finanzsektor engagiert.

Mit dem neuen Eigentümer wechselt die bisher zum genossenschaftlichen Finanzverbund gehörende Südwestbank ins Lager der Privatbanken. Wie ein Sprecher auf Anfrage betonte, wolle die Bank ihre Ausrichtung auf Privatkunden in Baden-Württemberg weiter verstärken. Nach dem Eigentümerwechsel verbleiben noch 7,5 Prozent genossenschaftliche Aktionäre sowie knapp drei Prozent private Anteilseigner. Nach Angaben des Sprechers wolle Santo seinen Anteil an der Südwestbank mittelfristig auf 75 Prozent senken, um die Zahl der Privataktionäre zu erhöhen.

Für die 670 Mitarbeiter in den 27 Filialen im Südwesten soll sich nichts ändern. Nach der 2003 geplatzten Fusion der Südwestbank mit der Vereinigten Volksbank (Sindelfingen) überwiege bei Mitarbeitern und Vorstand die Erleichterung über die jetzige Lösung, die gute Perspektiven eröffne, hieß es.