Motorrollerhändler Jack Fox geht in die Insolvenz

Heilbronn - Beim Heilbronner Motorrollerhändler Jack Fox gehen die Lichter aus. Laut dem vorläufigen Insolvenzverwalter Gerhard Tonhäuser wird das Insolvenzverfahren am 1. Mai eröffnet. Knapp 60 Mitarbeiter sind von der Pleite betroffen.

Von Werner Tewes

Jack-Fox-Insolvenz
Heilbronn - Beim Heilbronner Motorrollerhändler Jack Fox gehen die Lichter aus. Laut dem vorläufigen Insolvenzverwalter Gerhard Tonhäuser wird das Insolvenzverfahren am 1. Mai eröffnet. Die Geschäftsleitung hat eine Stilllegung des Betriebs zum 30. April angeordnet. Knapp 60 Mitarbeiter sind von der Pleite betroffen. Für einige Lehrlinge des Betriebs habe man neue Ausbildungsbetriebe gefunden. Den anderen Mitarbeitern werde gekündigt, so Tonhäuser.

Absagen von zwölf Interessenten

Hoffnung auf ein Überleben der Firma besteht laut dem vorläufigen Insolvenzverwalter kaum noch: Zwar hätten sich in den vergangenen Wochen insgesamt zwölf Interessenten gemeldet, doch nach und nach hätten diese wieder abgesagt. „Bei der Kostenstruktur haben sie abgewinkt“, so Tonhäuser. Momentan gebe kein konkretes Angebot mehr, nur noch eine „lose Anfrage“. Und auch hier geht es nach Angaben Tonhäusers nur um den Erwerb der Namensrechte, der Internetdomain sowie einem Teil der Motorroller.

Zu schnell gewachsen

Verantwortlich für die Schieflage ist laut Tonhäuser vor allem das zu schnelle Wachstum der erst vor fünf Jahren gegründeten Firma. 2007 betrug der Umsatz knapp eine Million Euro, nur ein Jahr später lag er aufgrund kurzfristiger Aufträge bei zehn Millionen Euro. Die beiden 25 und 26 Jahre alten Geschäftsführer hatten daraufhin einen bundesweiten Service aufgebaut, ebenso einen eigenen Fuhrpark. Als die Erlöse 2009 um 40 Prozent einbrachen, seien die Kosten nicht mehr zu schultern gewesen, sagt der Heilbronner Rechtsanwalt.