Läpple streicht in Bayern 150 Stellen (23.05.2009)

Heilbronn - Der Automobilzulieferer Läpple mit Hauptsitz in Heilbronn will an seinem bayerischen Standort in Teublitz 150 von derzeit 705 Arbeitsplätzen abbauen. Bei einer Belegschaftsversammlung hat das Unternehmen die dortige Belegschaft am Mittwoch über die Pläne informiert - und zum Teil heftige Reaktionen hervorgerufen.

Von Manfred Stockburger

Heilbronn - Der Automobilzulieferer Läpple mit Hauptsitz in Heilbronn will an seinem bayerischen Standort in Teublitz 150 von derzeit 705 Arbeitsplätzen abbauen. Bei einer Belegschaftsversammlung hat das Unternehmen die dortige Belegschaft am Mittwoch über die Pläne informiert - und zum Teil heftige Reaktionen hervorgerufen. Die Umsätze der Läpple Blechverarbeitung Bayern mit Kunden aus dem Premiumsegment seien um die Hälfte gesunken, begründet die Firma den Einschnitt - die Premiumhersteller unter den Läpple-Kunden würden von der Abwackprämie schließlich nicht profitieren. Auch sei das bislang stabile Ersatzteilgeschäft rückläufig.

Teublitz

Künftig soll das Werk Teubiltz einen eigenen Vertrieb erhalten und eine gemeinsame Führungsstruktur mit dem Heilbronner Schwesterunternehmen, in dem es im Januar bereits einen größeren Personalabbau gegeben hatte. Auch im Presswerk am Heimatstandort ist die Auslastung schlecht: Hier gilt weiterhin Kurzarbeit.

Bei der Unterländer IG Metall sorgt der Vorgang für Verwunderung: Im Gegensatz zu ihren bayerischen Kollegen waren die hiesigen Gewerkschafter nicht informiert. Die Wogen gehen hoch: Ohne Teublitz wäre Läpple in Heilbronn „längst abgesoffen“, zitiert die „Mittelbayerische Zeitung“ einen verärgerten Gewerkschafter. Jetzt müssten 150 Beschäftigte ihren Einsatz mit ihrem Job bezahlen. Der Heilbronner Betriebsratschef Valentin Luschenz betont aber, dass die Zusammenarbeit der Standorte gut sei.

Neue Struktur

Derweil gliedert Läpple seine Heilbronner Aktivitäten weiter auf. Am kommenden Montag nehmen die neuen Firmen Läpple Anlagenbau, Läpple Formenbau und Läpple Werkzeugbau die Arbeit auf.