Läpple: Einigung in Teublitz

Heilbronn - Statt wie ursprünglich geplant 150 Stellen sollen lediglich 85 im Teublitzer Werk der Heilbronner Firma Läpple wegfallen.

Heilbronn - Statt wie ursprünglich geplant 150 Stellen sollen lediglich 85 im Teublitzer Werk der Heilbronner Firma Läpple wegfallen. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt. Nach zähen Verhandlungen und mit zusätzlicher Unterstützung eines Schlichters hat sich der Automobilzulieferer gemeinsam mit Vertretern des Betriebsrats und der IG Metall im bayerischen Standort auf einen Interessenausgleich und Sozialplan geeinigt.

Demzufolge sollen alle 85 Mitarbeiter betriebsbedingte Kündigungen erhalten. Ein Personalabbau etwa über Altersteilzeitregelungen ist nicht vorgesehen, sagte eine Firmensprecherin. Geplant ist allerdings, die Stellen sukzessive zu streichen: Schritt für Schritt und zeitversetzt sollen die betroffenen Beschäftigten im ersten Quartal 2010 aus dem Unternehmen ausscheiden. „Dieses Ergebnis ermöglicht es dem Unternehmen, zukünftig wirtschaftlicher zu produzieren. Dabei bleiben möglichst viele Arbeitsplätze erhalten“, heißt es.

In Schieflage war Läpple geraten, weil die Umsätze der Läpple Blechverarbeitung Bayern in Teublitz mit Kunden aus dem Premiumsegment kräftig gesunken waren. Auch das Ersatzteilgeschäft war seit einiger Zeit rückläufig, hieß es aus dem Unternehmen. Vertreter des Betriebsrates und der IG Metall hatten zuletzt beklagt, dass Läpple nicht ausreichend auf Kurzarbeit zurückgreife, um das Minus aufzufangen. wet