Kaco New Energy gibt 200.000 Euro an "Kleine Helden" (24.02.2010)

Neckarsulm - Großspende des Wechselrichterherstellers für die Heilbronner Kinderklinikstiftung − Kapital wird aufgestockt.

Von Manfred Stockburger



Neckarsulm - Von der Kürzung der Einspeisevergütung für Solarstrom, die der Photovoltaik-Branche derzeit mächtig Sorgen bereitet, war im Dezember noch keine Rede, als Kaco-New-Energy-Geschäftsführer Ralf Hofmann die Großspende zugesagt hat. Und obwohl sich das Geschäftsklima für den Wechselrichterhersteller durch den Kabinettsbeschluss deutlich verschlechtert hat, ist er bei seinem Wort geblieben: Gestern Nachmittag hat Hofmann dem Gründer der Stiftung Große Hilfe für kleine Helden, Ralf Klenk, 200 000 Euro übergeben.

Mit dieser Summe wird das Kapital der Stiftung aufgestockt, die Bechtle-Gründer Klenk im vergangenen Herbst ins Leben gerufen und mit einer großzügigen Summe ausgestattet hatte. Die Organisation sammelt Geld ein, um an der Heilbronner SLK-Kinderklinik am Gesundbrunnen Dinge möglich zu machen, die vom Staat nicht bezahlt werden. Unter anderem soll ein Hospiz für todkranke Kinder eingerichtet werden.

Kaco New Energy gibt 200 000 Euro an "Kleine Helden"
Ralf Hofmann (rechts) übergibt die Spende an Ralf Klenk.Foto: Stockburger
"Eigentum verpflichtet", begründet Ralf Hofmann seine Großzügigkeit mit einem Zitat aus dem Grundgesetz. Und: "2009 war ein sehr gutes Geschäftsjahr." Er habe sich für Große Hilfe für kleine Helden entschieden, weil er wisse, "dass Klenk jeden Euro zweimal umdreht, bevor er ihn ausgibt". Außerdem gefällt ihm, dass die Stiftung "in der Region und für die Region" arbeitet.

Unter den neuen Rahmenbedingungen für seine Branche hätte er sich die Spende eigentlich nicht leisten können. "Aber die Entscheidung war getroffen." Früher hatte die Firma verschiedene soziale Projekte bedacht. Künftig werde sich der Wechselrichterhersteller auf die Stiftung konzentrieren.

Und wie geht es nach der Kürzung der Förderung weiter? Hofmann will weiterkämpfen: "Schließlich entscheidet der Bundestag und nicht das Kabinett."