KW Weinsberg: Betrieb geht weiter

Weinsberg - Eine Insolvenz haben die Karosseriewerke (KW) Weinsberg bereits überlebt. Am Wochenanfang hat das Amtsgericht Heilbronn nun zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre ein Insolvenzverfahren beim Autozulieferer eröffnet. Insolvenzverwalter Gerhard Tonhäuser ist optimistisch, dass die Firma erneut die Wende schafft. Mit einer deutlich abgespeckten Belegschaft und neuen Betriebsabläufen soll das Unternehmen zurück in die Erfolgsspur gelangen.

Von Werner Tewes

Weinsberg - Eine Insolvenz haben die Karosseriewerke (KW) Weinsberg bereits überlebt. Am Wochenanfang hat das Amtsgericht Heilbronn nun zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre ein Insolvenzverfahren beim Autozulieferer eröffnet. Insolvenzverwalter Gerhard Tonhäuser ist optimistisch, dass die Firma erneut die Wende schafft. Mit einer deutlich abgespeckten Belegschaft und neuen Betriebsabläufen soll das Unternehmen zurück in die Erfolgsspur gelangen. „Die Chancen stehen gut, dass uns das gelingt“, sagt der Heilbronner Anwalt.

Fünf Interessenten

Nach eigenen Angaben hat Tonhäuser bereits Gespräche mit fünf möglichen Investoren geführt, die Interesse an der Weinsberger Firma bekundet hätten. „Es sieht vielversprechend aus, dass wir den Geschäftsbetrieb dauerhaft fortführen können“, so der Insolvenzverwalter. Über mangelnde Aufträge könne die Firma derzeit ohnehin nicht klagen.

Die Zukunft werden die KW allerdings mit einer deutlich kleineren Mannschaft bewältigen müssen. 25 der zuletzt 89 Mitarbeiter sind ab sofort in einer Transfergesellschaft beschäftigt, vier Mitarbeiter haben von sich aus gekündigt. Die Geschäftsführung wurde halbiert: Einzig Eberhard Ultsch steht Tonhäuser künftig noch zur Seite.

Neue Arbeitsabläufe

Zudem sind auch die Arbeitsabläufe verbessert worden: So wurden zum Beispiel Zeitpläne für die Nutzung der Pressen erstellt. „Bislang“, so Tonhäuser, „ist vieles in der Produktion auf Zuruf gemacht worden. Das mussten wir ändern, um wieder wettbewerbsfähig zu werden.“

In einer Betriebsversammlung am heutigen Donnerstag sollen die Beschäftigten über die aktuelle Situation informiert werden. In Schieflage waren die KW zur Jahreswende vor allem wegen Überkapazitäten und massiver Auftragseinbrüche infolge der Krise in der Automobilindustrie geraten.


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