Insolvente Traditionsfirma hat neuen Besitzer (28.07.2008)

Heilbronn - Jetzt ist die Zukunft in trockenen Tüchern: Gestern früh haben die Gläubiger der insolventen Firma Heilbronn Maschinenbau GmbH & Co. dem Verkauf des Geschäftsbetriebs und der Immobilie an die Hydrapres Deutschland GmbH zugestimmt.

Heilbronn - Jetzt ist die Zukunft in trockenen Tüchern: Gestern früh haben die Gläubiger der insolventen Firma Heilbronn Maschinenbau GmbH & Co. dem Verkauf des Geschäftsbetriebs und der Immobilie an die Hydrapres Deutschland GmbH zugestimmt.

Die Düsseldorfer Firma ist die eigens für den Kauf der Heilbronn Maschinenbau gegründete Deutschlandtochter der polnischen Hydrapres SA. 4,1 Millionen Euro kommen so in die Kasse, die nach dem Abschluss des Verfahrens auf die Gläubiger aufgeteilt werden. Im Juni 2007 hatte die 1854 gegründete Firma Heilbronn Maschinenbau einen Insolvenzantrag gestellt.

Insolvenzverwalterin Undine Haller hatte den Betrieb bis jetzt weitergeführt. Seit dem vergangenen Herbst liefen die Verhandlungen mit Hydrapres und zwei weiteren Interessenten. Jetzt kann sie einen Haken unter das Verfahren machen.

Zuletzt arbeiteten knapp 60 Mitarbeiter für die Firma, die operativ von Thomas Kern geleitet wird. Er war vor der Insolvenz einer der beiden Geschäftsführer des Traditionsunternehmens, das unter anderem Pressen für die Automobilindustrie herstellt.

Der neue Eigentümer Hydrapres ist bisher auf den Bau hydraulischer Pressen für die plastische Metallbearbeitung spezialisiert. Die Heilbronner Maschinen erweitern das Sortiment der Polen um mechanische Pressen. Die Firma wurde vor mehr als zwei Jahrzehnten gegründet und verfügt unter anderem auch über eine Blechteilefertigung.

Eigene Maschinen baut Hydrapres seit 1984. Vor zwei Jahren baute das Unternehmen in der Stadt Solec Kujawski eine neue Stanzerei. Das Unternehmen verfügt über eine Zertifizierung nach der Norm TS 16949, was in der Branche als sehr anspruchsvoll gilt. mfd