Hahn + Kolb will wieder wachsen

Stuttgarter Würth-Tochter plant dritte Niederlassung in China - Umsatz stagnierte zuletzt

Von Manfred Stockburger

"Im nächsten Jahr wollen wir wieder um knapp zehn Prozent wachsen", sagt Gerhard Heilemann, der neue Sprecher der Hahn + Kolb-Geschäftsleitung. Bereits im laufenden Jahr hat das Stuttgarter Traditionsunternehmen, das seit 1993 zur Würth-Gruppe gehört, deswegen die Mitarbeiterzahl um 40 Stellen aufgestockt. "Wir haben stark in Personal investiert." Entsprechend falle das Ergebnis im laufenden Jahr auch nur "zufrieden stellend" aus. Aktuell beschäftigen die Stuttgarter damit 509 Mitarbeiter.

Um das Wachstum zu verwirklichen, plant Hahn + Kolb den Angaben zufolge weitere Firmenzukäufe. "Damit wollen wir die internationalen Märkte besser abdecken und unser Produkt- und Dienstleistungsspektrum abrunden." Regional setzt das Unternehmen auf Europa - und auf China, wo im nächsten Jahr bereits die dritte Hahn + Kolb-Niederlassung eröffnet werden soll. Der Würth-Konzern insgesamt strebt an, in China so bald wie möglich flächendeckend vertreten zu sein.

Teil der Offensive der Stuttgarter ist ein Investitionsprogramm. Insgesamt 2,3 Millionen Euro will der Werkzeughändler im nächsten Jahr investieren, die Hälfte davon soll in ein neues Kundenzentrum in Stuttgart-Feuerbach fließen. Bereits in den vergangenen zwei Jahren hatte die Würth-Tochter die Gebäude und die Logistik modernisiert.

Heilemann ist Nachfolger von Robert Friedmann, der im nächsten Jahr als Nachfolger von Walter Jaeger die Führung des kompletten Würth-Konzerns übernehmen wird. Der 40-Jährige war lange Zeit bei Festo tätig, bis er sich 1997 als Berater und Interimsmanager selbstständig machte. 2001 kam er schließlich als Projektakquisiteur zur Würth IT, seit Mai ist er jetzt bei dem Stuttgarter Werkzeughändler gelandet.