Weitere Produktionsausfälle bei Audi

Neckarsulm  Chipmangel macht dem Premium-Autohersteller zunehmend zu schaffen. Ingolstadt und Neckarsulm sind gleichermaßen betroffen. Inzwischen entfallen in der vierten Woche in Folge Schichten oder ganze Produktionstage. Ein Ende ist nicht abzusehen. 

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Die Knappheit bei elektronischen Bauteilen und Halbleiterchips trifft Audi offenbar besonders hart. Wie der Autobauer gestern in seinem Intranet auch seinen Mitarbeitern mitgeteilt hat, sind deshalb auch in der Woche vom 19. bis 23. Juli Produktionsstopps geplant. Es ist die vierte Woche in Folge, dass Fahrzeuge nicht wie geplant produziert werden können. 

 

Unternehmen und Betriebsrat haben deshalb vereinbart, für die Produktion und die tangierten Bereiche vorsorglich Kurzarbeit anzumelden. Das bedeute nicht automatisch, dass diese in allen Bereichen tatsächlich eintreten wird, betont das Unternehmen. Weiterhin lässt sich die Entwicklung offenbar nicht über den Zwei-Wochen-Horizont hinaus beurteilen. Anfragen unserer Zeitung zu Hintergründen, Gegenmaßnahmen und Auswirklungen der Halbleiterkrise will das Unternehmen bisher nicht beantworten. 

Schichtentfall in Neckarsulm  

In Neckarsulm sind alle Volumenmodelle von den Ausfällen betroffen. Bei den Modellen A4 und A5 ruht die Produktion von 19. bis einschließlich 21. Juli. Bei A6 und A7 wird vom 19. bis einschließlich 23. Juli nur in einer Schicht produziert. Beim A8 ruht die Produktion am 19. und 20. Juli. Am 21. Juli wird nur in einer Schicht produziert. 

Auch in Ingolstadt sind alle drei Linien betroffen. Beim A4 und A5 ruht die Produktion in der Früh- und Spätschicht vom 19. bis 20. Juli und in der Spätschicht darüber hinaus auch am 21. Juli. Für A3, A4 und A5 entfallen Spät- und Dauernachtschicht am 19. und 20. Juli sowie darüber hinaus auch die Spätschicht von 21. bis 23. Juli. Die Spätschicht beim A3 und Q2 entfällt vom 19. bis 23. Juli.   


Christian Gleichauf

Christian Gleichauf

Chefkorrespondent Wirtschaft

Christian Gleichauf schreibt über Menschen, Unternehmen und wirtschaftliche Entwicklungen in der Region Heilbronn-Franken. Seit dem Jahr 2000 ist der gebürtige Südbadener bei der Heilbronner Stimme.

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