Sprache braucht Spielraum

Audi
Das Audi-Logo, die vier Ringe, ist auf der Motorhaube eines Audi R8 5.2 quattro bei einer Hauptversammlung der Audi AG in Neckarsulm zu sehen. Wegen fehlender Chips muss Audi die Produktion im Werk Neckarsulm kommende Woche einschränken. (zu dpa «Chipmangel: Audi schränkt Produktion in Neckarsulm ein») +++ dpa-Bildfunk +++   Bild: Marijan Murat (dpa)

Meinung  Audi ist mit seinen Vorgaben zur gendersensiblen Sprache weit gegangen. Zu weit, findet unser Redakteur.


Gegen neutrale Formulierungen wie Studierende ist nichts einzuwenden. Nichts spricht dagegen, konsequent alle "Besucherinnen und Besucher" anzusprechen. Wer in einer Runde ausdrücklich auch jene adressieren will, die sich als "nicht-binär" verstehen, der kann sogar neue Pronomen und auch den bekannten Unterstrich benutzen. Damit gilt für den Einzelnen, was logischerweise auch ein Unternehmen für sich in Anspruch nehmen darf. Insofern ist Audi erst einmal auf dem richtigen Weg.