Schwarz-Gruppe steigert Umsatz 2020

Neckarsulm  Die Neckarsulmer Schwarz-Gruppe hat ihren Wachstumskurs im Geschäftsjahr 2020 fortgesetzt. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, stieg der Umsatz in der Gruppe von 114,3 auf 125,3 Milliarden Euro – das ist eine Steigerung um 9,6 Prozent.

Von unserer Redaktion und dpa
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Die Zentrale der Schwarz-Gruppe, der Schwarz Finanz und Beteiligungs GMBH & Co. KG und der Lidl Stiftung & Co. KG in Neckarsulm. Foto: dpa/Archiv

Der Discounter Lidl wuchs um 9,9 Prozent und erzielte einen Umsatz von 96,3 Milliarden Euro. Kaufland legte um 7,5 Prozent auf 25,5 Milliarden Euro zu. Die beiden Handelssparten der Schwarz-Gruppe unterhalten zusammen mehr als 12.900 Filialen. Der Lebensmittelhandel zählt zu den Gewinnern der Corona-Krise, da Verbraucher während der Lockdowns auf Restaurantbesuche verzichten mussten und verstärkt einkaufen gingen.

Die Entsorgungstochter Prezero ist im Geschäftsjahr 2020 um 33,7 Prozent gewachsen und erzielte im Abfall- und Recyclingmanagement einen Umsatz in Höhe von rund 700 Millionen Euro, teilte die Schwarz-Gruppe weiter mit. Mit dem Erwerb von Teilen des Konkurrenten Suez werde sich der Umsatz von Prezero auf mehr als zwei Milliarden Euro erhöhen, hieß es aus Neckarsulm. Durch organisches und anorganisches Wachstum soll Prezero seine Position als international tätiger Umweltdienstleister weiter festigen. 

Wie die Schwarz-Gruppe weiter mitteilt, wurden im vergangenen Jahr rund acht Milliarden Euro in Anlagegüter für das Kerngeschäft investiert. Die Schwarz-Gruppe beschäftigt aktuell rund 500.000 Mitarbeiter und ist mit mehr als 17.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber in der Region Heilbronn-Franken.

 

Erst kürzlich hatte der Chef bei Europas größtem Lebensmittelhändler Klaus Gehrig überraschend sein Amt niedergelegt. Nachfolger von Gehrig soll sein aktueller Stellvertreter, der 49-jährige Lidl-Chef Gerd Chrzanowski, werden. Die Nachfolgeplanung war schon im vergangenen Jahr verkündet worden. Früheren Angaben zufolge will Eigentümer Dieter Schwarz die von Gehrig geräumte Funktion des Komplementärs so lange selbst wahrnehmen, bis Chrzanowski das Mandat übernehmen kann.


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