Orgelbauer Laukhuff schließt

Weikersheim  Ein Traditionsunternehmen in Heilbronn-Franken macht endgültig zu: Der Orgelbauer Laukhuff schließt seine Pforten zum Monatsende. Die Corona-Krise wird als Ursache angegeben.

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Die Lockdowns der Corona-Pandemie haben den angeschlagenen Orgelbauer Laukhuff in den Ruin getrieben. Foto: Stimmearchiv

Kurz vor dem 200. Jahr seines Bestehens kommt das Aus für den Orgelbauer Laukhuff: Das Traditionsunternehmen schließt seine Tore endgültig. Das teilte die Geschäftsleitung jetzt mit.

Seit März war der weltgrößte Hersteller von Orgelteilen bereits im Schutzschirmverfahren, hatte einen Sanierungsprozess und die Suche nach Investoren gestartet. Trotz aller Bemühungen sei die Suche aber erfolglos geblieben. Betroffen sind mehr als 150 Mitarbeiter.

Finanzielle Puffer waren aufgebraucht

Den Todesstoß habe dem Traditionsbetrieb, der bereits 2014 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung durchmachte, die Corona-Pandemie versetzt, heißt es in der Mitteilung: "Kirchen und Konzerthäuser blieben verschlossen, ganze Länder waren im Lockdown und damit die Orgelbauer weltweit." Durch die Kombination von Umstrukturierungen der vergangenen Jahre sowie den Umsatzeinbrüchen in den Jahren 2020 und 2021 seien alle finanziellen Puffer aufgebraucht gewesen. Laukhuff, gegründet 1823, war seit 1878 mitten in Weikersheim in markanten, großen Firmengebäuden ansässig.


Heiko Fritze

Heiko Fritze

Autor

Heiko Fritze arbeitet seit 2001 bei der Heilbronner Stimme. Er ist für das Team Wirtschaft & Politik tätig.

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