Lidl-Chef Paterno verlässt das Unternehmen

Neckarsulm  Ignazio Paterno geht nach nur kurzer Amtszeit auf eigenen Wunsch, Gerd Chrzanowski übernimmt den Posten kommissarisch.

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Ignazio Paterno (links) scheidet aus dem Unternehmen aus, Gerd Chrzanowski übernimmt kommissarisch. Fotos: dpa/Schwarz-Gruppe

Der Discounter Lidl braucht schon wieder einen neuen Chef. Wie die Schwarz-Gruppe am Dienstag mitteilte, scheidet Ignazio Paterno „auf eigenen Wunsch...mit sofortiger Wirkung“ aus dem Unternehmen aus. Der Italiener hatte den Posten als Vorstandsvorsitzender der Lidl-Stiftung erst im April 2019 als Nachfolger von Jesper Hojer übernommen. Hojer war selbst nur zwei Jahre in dem Amt gewesen.

Wie die Schwarz-Gruppe weiter mitteilt, habe Paterno seinen Lebensmittelpunkt in Italien – dies habe ihn dazu bewogen, das Amt aus persönlichen Gründen niederzulegen.

Zum kommissarischen Vorstandsvorsitzenden von Lidl wurde Gerd Chrzanowski ernannt, der als designierter Nachfolger von Klaus Gehrig gilt, dem mächtigen Komplementär der Schwarz-Gruppe. Damit sei die Leistungsfähigkeit von Lidl gesichert, hieß es. Chrzanowski werde gemeinsam mit Gehrig einen geeigneten Vorstandsvorsitzenden von Lidl entwickeln, heißt es in Neckarsulm. 

 


Jürgen Paul

Jürgen Paul

Teamleiter Autorenteam Politik/Wirtschaft Regional

Jürgen Paul arbeitet seit 1998 bei der Heilbronner Stimme. Der gebürtige Pfälzer widmet sich der regionalen und überregionalen Wirtschaft, Schwerpunkte sind das Handwerk, die Bankenbranche, der Arbeitsmarkt und die Konjunktur.

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