Heilbronner Firma Marbach bereitet sich auf Impfkampagne im Betrieb vor

Heilbronn  Der Heilbronner Stanzformtechnikspezialist und Werkzeugbauer Marbach bereitet sich auf Corona-Impfungen im Betrieb vor. Das Unternehmen gehört zu den zwölf vom Land ausgewählten Modellbetrieben, die mit Impfungen im Betrieb die Hausärzte und Impfzentren entlasten sollen.

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Vorgeschlagen wurde Marbach von der IHK Heilbronn-Franken. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir von der IHK aufgrund unser Tätigkeit, Größe, Lage und unseres Impfkonzepts als Modellbetrieb für die Region ausgewählt wurden“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Peter Marbach. Dies sei ein tolles Signal und zeige die Wertschätzung der IHK für das Traditionsunternehmen und den regionalen Mittelstand. Die Vorbereitungen zum Impfen liefen bereits auf Hochtouren. Marbach: „Wir freuen uns schon darauf, wenn wir die Impfkampagne des Landes mit vorantreiben können – vor allem, da Heilbronn zu den Hochinzidenzgebieten zählt.“

Systemrelevantes Unternehmen  

Mit den Marbach-Werkzeugen werden Verpackungen aus Kartonage, Wellpappe und Kunststoff hergestellt und so die Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten und sonstigen Gütern des täglichen Bedarfs gewährleistet. Die Heilbronner sind also ein wichtiger Teil der Lieferkette und werden daher als systemrelevant eingestuft. Zudem verfügt Marbach über viel Erfahrung bei Grippeimpfungen im Betrieb.

 

Als Modellbetrieb des Landes wird Marbach eine eigene Impfinfrastruktur aufbauen, um einen reibungslosen Ablauf der Impfungen zu gewährleisten. Die Erfahrungen, die die Heilbronner und die anderen elf Modellunternehmen sammeln, sollen als Grundlage für einen landesweiten Start der Impfungen in Betrieben dienen.

Es gibt noch viele Unklarheiten

Laut Marbach erhält das Unternehmen über die Impfzentren bis zu 1000 Dosen des Moderna-Impfstoffs. Losgehen könnte es am 21. Mai. Viele Details über Ablauf und Finanzierung der Impfaktion sind aber noch ungeklärt. So ist etwa unklar, ob die Dosen nur für die Erstimpfung oder auch für die Zweitimpfungen vorgesehen sind. In Heilbronn beschäftigt Marbach gut 600 Mitarbeiter. Peter Marbach wüsste auch gerne, ob auch Beschäftigte umliegender Unternehmen in Böckingen geimpft werden dürfen und ob es eine Priorisierung gibt. Im Laufe der Woche soll es weitere Informationen des Gesundheitsministeriums geben.

 


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Jürgen Paul

Jürgen Paul

Teamleiter Autorenteam Politik/Wirtschaft Regional

Jürgen Paul arbeitet seit 1998 bei der Heilbronner Stimme. Der gebürtige Pfälzer widmet sich der regionalen und überregionalen Wirtschaft, Schwerpunkte sind das Handwerk, die Bankenbranche, der Arbeitsmarkt und die Konjunktur.

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