Intersport setzt auf digitale Anwendungen im Laden

Heilbronn/Berlin  Mit einem neuen Ladenkonzept stellt sich der Sportfachhandelsverbund Intersport für die Zukunft auf. Vorstandsvorsitzender Kim Roether spricht vom Sporthandel der Zukunft.

Von Jürgen Paul
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Virtual Reality spielt im neuen Ladenkonzept eine wichtige Rolle.

Foto: Intersport

 In Berlin und Potsdam eröffnete das Unternehmen am Donnerstag drei sogenannte Future Stores, mit dem ganz neue Einkaufserlebnisse geschaffen werden sollen.

In den neuen Geschäften setzt Intersport auf den konsequenten Einsatz digitaler Technologien. In der digitalen Umkleidekabine kann man beispielsweise über Touchscreens Kleider in anderen Größen oder Farben auswählen, die der Verkäufer dann in die Kabine bringt - der Kunde muss sich also nicht ständig an- und ausziehen. Ihre Bekleidung können sich die Kunden direkt im Geschäft mit einer Beflockungsmaschine individuell bedrucken lassen.

Außerdem gibt es die Möglichkeit einer 3D-Laufband-Analyse und es kommen diverse Virtual-Reality-Anwendungen zum Einsatz. Auf einem Action Place sollen aktuelle Themen gespielt werden.

Neues Warenwirtschaftssystem

"Wir sprechen mit dem neuen Storekonzept die Sinne unserer Kunden auf allen Kanälen an. So emotional muss der Sporthandel der Zukunft aussehen", zeigte sich Intersport-Vorstandsvorsitzender Kim Roether überzeugt von dem neuen Ladenkonzept, mit dem sich der stationäre Handel gegen die zunehmende Online-Konkurrenz behaupten soll.

Die Future Stores werden zunächst an drei Standorten umgesetzt: im Voswinkel-Geschäft im Berliner Einkaufszentrum Alexa, in den Hallen am Borsigturm in Tegel und im Stern-Center in Potsdam. In den drei Pilotgeschäften testet Intersport gleichzeitig ein neues Warenwirtschaftssystem, das die permanente Verfügbarkeit aller Produkte gewährleisten soll.

So sind die Sortimente der drei Läden über eine sogenannte Warendrehscheibe direkt mit dem großen Berliner Intersport-Händler Olympia verbunden. Dadurch könne der Kunden auch Produkte bekommen, die er nicht direkt vor Ort finde. "Er bekommt die Ware entweder direkt nach Hause oder in die Filiale geliefert", heißt es bei Intersport. Alternativ könne er das Produkt auch in dem Geschäft abholen, das es vorrätig hat.

Einzelne Bausteine möglich

Intersport-Händler, die ihren Laden eher individuell und regional geprägt führen, haben die Möglichkeit, einzelne Systembausteine des neuen Konzepts zu verwenden.

 


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