Audi startet ersten von acht Diesel-Rückrufen

Ingolstadt/Neckarsulm  Im Zuge der Abgasaffäre startet Autobauer Audi ab Mittwoch den ersten von insgesamt acht Rückrufen für Modelle mit V-TDI-Motoren in Deutschland.

Von Manfred Stockburger
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Am Audi-Standort Neckarsulm laufen die Modelle A6 und A7 vom Band. Foto: Audi

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat Audi im ersten von insgesamt acht beanstandeten Fällen im Dieselskandal die Freigabe für ein Softwareupdate erteilt.

Ab Mittwoch wird das Unternehmen die Halter von Audi-A6- und A7-Fahrzeugen mit einem in Neckarsulm entwickelten Sechszylinder-Diesel mit 272 PS anschreiben – etwa 31.200 Fahrzeuge aus den Modelljahren 2015 bis 2018 sind davon betroffen. Die jüngeren waren bereits nach Euro 6 zugelassen.

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Das KBA hatte den verpflichtenden Rückruf im Juni angeordnet, die noch nicht verkauften Fahrzeuge aus Neckarsulmer Fertigung durften nicht mehr zugelassen werden. Bei dem Rückruf wird ein Software-Baustein entfernt, den das KBA als unzulässige Abschalteinrichtung beanstandet hatte.

Bei weiteren 120.000 beanstandeten Fahrzeugen steht die Genehmigung der Software-Updates durch das KBA noch aus. „Unser Anspruch ist und bleibt es, die Dieselkrise konsequent und lückenlos aufzuarbeiten“, sagt der zuständige Audi-Vorstand Bernd Martens. 

 

 

 


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