Ziehl-Abegg nimmt neues Gebäude für 27 Millionen Euro in Betrieb

Künzelsau/Waldenburg  Das Künzelsauer Unternehmen Ziehl-Abegg hat heute sein neues Betriebsgebäude eingeweiht. Der Hersteller von Elektromotoren, Lüftungs- und Aufzugstechnik hat 27 Millionen Euro in den Neubau im Gewerbepark Hohenlohe direkt an der Autobahn A6 investiert.

Von unserem Redakteur Matthias Stolla
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Weitere rund drei Millionen Euro investiert das Unternehmen in die Erweiterung des Maschinenparks 

„Das neue Werk zeigt schon von außen, dass wir neue Maßstäbe setzen“, sagte Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl. Der gut 25 Meter hohe Turm, in dem sich mehrere Testaufzüge befinden, ist von weitem sichtbar.

1400 neue Jobs

„Das Ziel, im neuen Geschäftsfeld innerhalb von zehn Jahren rund 1400 neue Arbeitsplätze zu schaffen, ist zwar durchaus ambitioniert, aber ebenso realistisch. Die Ziehl-Abegg SE positioniert sich damit klar als Pionier auf dem Gebiet neuer Antriebstechnologien“, sagte Dr. Nils Schmid, der Minister für Finanzen und Wirtschaft sowie stellvertretender Ministerpräsident Baden-Württembergs bei der Einweihung. 

Ziehl-Abegg verbessert so die Möglichkeiten für seine Entwickler. Im Neubau gibt es mehrere Versuchsprüfstände und zwei Testaufzüge. Gleichzeitig unterstreicht das Unternehmen seine hohe Fertigungstiefe: „Wir verarbeiten im neuen Werk derzeit etwa 500 Tonnen Stahl, Kupfer, Magnete, Kabel und Elektronik pro Monat“, erklärt Werner Bundscherer; Geschäftsbereichsleiter der Sparte Antriebstechnik.

12.000 Elektromotoren pro Jahr

Die Antriebe für die Lufttechnik nicht eingerechnet baut Ziehl-Abegg etwa 12.000 Elektromotoren pro Jahr. Diese finden sich in Aufzügen wie im Berliner Hauptstadt-Bahnhof oder der spanischen Kathedrale La Sagrada Famila; die Motoren lassen Tiefseeroboter am Meeresgrund die Greifarme bewegen oder surren in Computertomographen. Im neuen Werk werden auch Elektroantriebe für Stadtbusse gefertigt. 


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