IHK unterliegt vor dem Arbeitsgericht

Heilbronn - Juristische Schlappe für die IHK: Das Arbeitsgericht Heilbronn hat die Kündigung einer Mitarbeiterin des Weiterbildungszentrums ZFW, die zusammen mit der damaligen Geschäftsführerin Renate Rabe fristlos entlassen worden war, kassiert. Damit besteht das Arbeitsverhältnis weiter.

Von Manfred Stockburger

Heilbronn - Juristische Schlappe für die IHK: Das Arbeitsgericht Heilbronn hat die Kündigung einer Mitarbeiterin des Weiterbildungszentrums ZFW, die zusammen mit der damaligen Geschäftsführerin Renate Rabe fristlos entlassen worden war, kassiert. Damit besteht das Arbeitsverhältnis weiter.

Wie Gerichtssprecherin Katrin Stapelfeldt auf Stimme-Anfrage erklärte, hätten die Verdachtsmomente nicht ausgereicht. Welche Zahlungsverpflichtungen sich aus diesem Urteil ergeben, müsse noch geklärt werden. Die IHK wollte sich zu dem Fall nicht äußern, weil die Urteilsbegründung noch ausstehe.

Die beiden Söhne der Mitarbeiterin hatten wie berichtet ZFW-Kurse besucht. Auch im Rechtsstreit um die Entlassung Renate Rabes ging es wie berichtet unter anderem darum, ob bei der Abrechnung in diesem Fall alles mit rechten Dingen zugegangen war. Im Raum stand der Verdacht, dass das ZFW Rechnungen an die Mitarbeiterin unter den Tisch habe fallen lassen wollen.

Auch im Fall Rabe hatte die Heilbronner Arbeitsrichter angedeutet, dass dieser Vorgang möglicherweise für eine außerordentliche Kündigung nicht ausreichen könnte. Erst ein zweiter Vorwurf führte dazu, dass das Gericht diese Entlassung billigte: Die Geschäftsführerin ließ Werbebriefe für die Firma ihrer Tochter vom ZFW bezahlen. In dieser Sache steht das Berufungsverfahren vor dem Landesarbeitsgericht noch aus. 


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