Heilbronn Pressen vor dem Aus

Heilbronn - Die Firma Heilbronn Pressen steht vor dem Aus. Zum 1. September ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Sämtliche 27 Mitarbeiter sind freigestellt worden und werden in den nächsten Tagen eine Kündigung erhalten.

Von Werner Tewes



Heilbronn - Die Firma Heilbronn Pressen steht vor dem Aus. Zum 1. September ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Sämtliche 27 Mitarbeiter sind freigestellt worden und werden in den nächsten Tagen eine Kündigung erhalten. Laut Insolvenzverwalter Jochen Horch war die mangelnde finanzielle Grundlage verantwortlich für die dritte Pleite des Heilbronner Traditionsunternehmens innerhalb von drei Jahren.

Konflikte

Offensichtlich hat es Konflikte gegeben zwischen dem Heilbronner Geschäftsführer Thomas Kern und der polnischen Firma Makrum, die die Heilbronn Pressen GmbH im Frühjahr noch aus der Pleite gerettet hatte. Dem Vernehmen nach hat Makrum zwar Geld in Heilbronn investiert. „Aber die Mittel haben nicht ausgereicht“, so Horch.

Aufträge fehlen

Der Geschäftsbetrieb wurde jetzt eingestellt, weil es keine Aufträge mehr gebe, sagt der Insolvenzverwalter. „Ich kann niemanden beschäftigen. Es ist keine Arbeit mehr da.“ Wie es mit dem Unternehmen weitergeht, ist zudem unklar. Investoren gibt es bislang keine.


Hintergrund: Heilbronn Pressen

Heilbronn Pressen geht auf die 1854 gegründete Maschinenbaugesellschaft Heilbronn AG zurück, die in ihrer Blütezeit Dampflokomotiven und Straßenwalzen herstellte. Sogar Motorradmotoren zählten einst zum Produktprogramm.