Intersport holt Sabu nach Heilbronn

Heilbronn - Die Heilbronner Sportartikel-Genossenschaft Intersport und der bisher auf dem ehemaligen Salamander-Gelände in Kornwestheim ansässige Sabu Schuh-Verbund machen künftig gemeinsame Sache. Intersport hat gestern 50 Prozent der Sabu Schuh- und Marketing GmbH sowie 25 Prozent der RSB Bank erworben

Von Manfred Stockburger

Heilbronn - Die Heilbronner Sportartikel-Genossenschaft Intersport und der bisher auf dem ehemaligen Salamander-Gelände in Kornwestheim ansässige Sabu Schuh-Verbund machen künftig gemeinsame Sache. Intersport hat gestern 50 Prozent der Sabu Schuh- und Marketing GmbH sowie 25 Prozent der RSB Bank erworben, über die der ehemalige Salamander-Bund etwa 1200 Schuhgeschäfte mit Ware und Dienstleistungen beliefern.

Die Sabu-Geschäfte - in Heilbronn gehört unter anderem das Schuhhaus Siller zu dem Verbund, in Neckarsulm die Firma Kühner - haben im vergangenen Jahr einen Einzelhandelsumsatz in der Größenordnung von 800 Millionen Euro erwirtschaftet, bei den 1400 Intersport-Verkaufsstellen in Deutschland lag der Umsatz zuletzt bei etwa 2,4 Milliarden Euro.

Umzug im Sommer

Intersport holt Sabu nach Heilbronn
Sport und Schuhe passen zusammen. Gemeinsam wollen Sabu und Intersport ihre Marktpositionen verbessern und schneller wachsen.Foto: Archiv/Sawatzki


Die Sabu GmbH wird im Sommer mit etwa 50 Beschäftigten nach Heilbronn umziehen und im Intersportgebäude einen separaten Trakt beziehen. Nach außen werden die beiden Einkaufsverbünde weiterhin getrennt auftreten, allein durch Einsparungen etwa durch gemeinsame Konditionsverhandlungen sollen aber jedes Jahr Einsparungen im hohen sechsstelligen Bereich erwirtschaftet werden. Unter anderem soll die Sabu-Logistik über das Heilbronner Intersport-Lager abgewickelt werden, auch bei der IT und bei Veranstaltungen wie Verkäuferschulungen wollen die beiden Partner künftig eng zusammenarbeiten. Auch das Heilbronner Messezentrum Redblue soll künftig gemeinsam genützt werden. Intersport beschäftigt in Heilbronn bisher rund 300 Mitarbeiter.

Strategisch

„Wir werden die Sportgeschäfte nicht zu Schuhgeschäften machen“, erklärt Intersport-Vorstand Klaus Jost. „Es geht darum, zusätzliches Wachstums zu erreichen.“ Für seinen Vorstandskollegen Kim Roether ist der Einstieg bei Sabu „ein ganz strategischer Schritt“. Bereits vor über einem Jahr hätten die Gespräche begonnen. „Intersport war unser Wunschpartner“, sagt Ralph Hanus, der auch weiterhin die Geschäfte der Sabu GmbH führen wird. „Schuh und Sport sind benachbarte Bereiche.“

Die RSB Bank, die unter anderem von Uli Schwab, dem früheren Vorstand der Heilbronner Hoerner-Bank geführt wird, bleibt mit ihren 33 Beschäftigten in Kornwestheim. Dennoch hat Intersport jetzt eine echte Bank an der Hand, was für die Intersport-Genossen nicht nur in Zeiten der Kreditklemme interessant sein dürfte.